17.01.2018 | 12:04

Ausgezeichnete Bilanz der telefonischen Gesundheitsberatung 1450

LR Schleritzko: Neue Säule im Gesundheitssystem etabliert

„Wenn’s weh tut! 1450“ – Ausgezeichnete Bilanz der telefonischen Gesundheitsberatung. Im Bild von links nach rechts: Notruf NÖ Geschäftsführer Constantin Chwojka, Landesrat Ludwig Schleritzko, Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Generaldirektor-Stellvertreter Volker Schörghofer vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
„Wenn’s weh tut! 1450“ – Ausgezeichnete Bilanz der telefonischen Gesundheitsberatung. Im Bild von links nach rechts: Notruf NÖ Geschäftsführer Constantin Chwojka, Landesrat Ludwig Schleritzko, Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Generaldirektor-Stellvertreter Volker Schörghofer vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger© NLK FilzwieserDiese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Anfang 2017 startete in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Vorarlberg mit der Telefonnummer 1450 eine neue telefonische Gesundheitsberatung. Mit diesem Service konnte ein weiterer Schritt zur besseren Versorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gesetzt werden. In der erfolgreichen Pilotphase zogen am heutigen Mittwoch Landesrat Ludwig Schleritzko, Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Verbandsvorstandes im Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer des Notrufes NÖ und DI Volker Schörghofer, Stv. Generaldirektor im Hauptverband der Österreichischen Versicherung, eine erste Bilanz über die bisherige Entwicklung.

„Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 stellt einen wichtigen Lückenschluss in unserer Gesundheitsberatung dar“, so Landesrat Ludwig Schleritzko. „Die erste Erkenntnis ist, dass die Patientinnen und Patienten eine Einschätzung der Dringlichkeit ihres Problems benötigen, die sie mit der telefonischen Gesundheitsberatung bekommen. 15.801 Beratungen, das sind fast die Hälfte aller Beratungen, fanden alleine in Niederösterreich statt“, so der Landesrat. „Sehr viele Beschwerden, die in Notfallambulanzen behandelt werden, können auch im niedergelassenen Bereich adäquat versorgt werden. Aufgrund der Kombination mit dem niederösterreichischen Ärztedienst in derselben Organisation ist die richtige Weiterleitung rund um die Uhr möglich“, betonte er.

„Mehr als die Hälfte der Anrufer konnten an die Ärzte im niedergelassenen Bereich weitergeleitet werden. Bei rund 15 Prozent der Anfragen war der Rettungsdienst die richtige Antwort, bei rund 800 Anruferinnen und Anrufern konnten Selbstversorgungshinweise gegeben werden. Im Durchschnitt dauern die Gespräche etwa 14 Minuten, Rückenschmerzen, Schwindel und Bauchschmerzen sind die häufigsten Gründe“, fuhr Schleritzko fort. Die ausgezeichnete Bilanz zeige, dass die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher auf die telefonische Gesundheitsberatung 1450 vertrauen. „Vom Insektenstich bis zum Notfall, unsere 1450-Expertinnen und Experten beim Notruf NÖ stehen mit Rat und fachkundiger Beratung rund um die Uhr am Telefon bereit“, unterstrich Schleritzko.

„Insgesamt mehr als 46.000 Anrufe mit rund 33.500 Gesundheitsberatungen zeigen, dass die Bevölkerung in den betreffenden Bundesländern die telefonische Gesundheitsberatung ausgezeichnet angenommen hat“, erklärte Alexander Biach, Verbandsvorstandsvorsitzender im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. „Tag für Tag und rund um die Uhr steht nun eine schnelle und unkomplizierte Hilfe in medizinischen Fragen zur Verfügung. Ratsuchenden gibt dies Sicherheit, aber weist auch den kürzesten Weg zur richtigen Behandlung. Dies spart dem Menschen unnötige Wege und erspart Doppeluntersuchungen und Zweigleisigkeiten. Da damit wesentliche Zielsetzungen der Gesundheitsreform erfüllt werden, wird 1450 nach Abschluss der Pilotphase im Jahr 2019 sehr rasch flächendeckend in ganz Österreich der Bevölkerung zur Verfügung stehen“, kündigte Biach an. Gute Beispiele für eine erfolgreiche telefonische Gesundheitsberatung seien auch die Länder Schweiz, Dänemark, Großbritannien und Israel. „Mit diesem Angebot können die sehr teuren Spitalsambulanzen entlastet werden“, meinte er. Das Angebot helfe den Sozialversicherungsträgern viel Geld zu sparen, welches dann sinnvoller für die Patienten eingesetzt werden könne, so Biach.

Notruf NÖ-Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka sagte: Es wird bei jedem Anruf zu Beginn geklärt, ob es sich um einen Notfall handelt. Wir telefonieren mit dem Patienten und geben eine Einschätzung, wie rasch er einen Arzt braucht. Und die Anrufer erfahren auch ganz konkret, wo und wann sie zu welchem Arzt gehen sollen“.

Die unter dem Motto „Wenn’s weh tut!“ stehende telefonische Gesundheitsberatung ist eine niederschwellige Erstanlaufstelle bei Gesundheitsfragen und akuten Symptomen. Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal lotst jeden Anrufer bzw. jede Anruferin durch ein von Experten entwickeltes medizinisch-wissenschaftliches und international bewährtes Abfragesystem, schätzt die Dringlichkeit des Anliegens ein und gibt dann Verhaltensempfehlungen ab. Dabei wird auch der Wohnort des Anrufers berücksichtig und mit Informationen über Ärzte in der Nähe und Öffnungszeiten verknüpft. Damit bietet der Dienst nicht nur schnelle Hilfe bei akuten Symptomen, sondern auch eine Orientierung im Gesundheitswesen.

Nähere Informationen: Büro LR Schleritzko, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Mobil 0676/812-13546, E-Mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

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