ESF Call aus Niederösterreich: B.A.S.I.C. 

Die ZwiSt Niederösterreich lädt potentielle ProjektträgerInnen ein, ihren Antrag zur Durchführung zum Projekt B.A.S.I.C. - Beratung, Abklärung, Sprachen, Integration, Chancen einzureichen.


Dieses Projekt hat zum Ziel im Zuge einer Inklusionskette zur Stabilisierung durch sozialpädagogische und fachliche Beratung und Betreuung (sowie parallel bzw. nachgelagerte Qualifizierung und Beschäftigung) von Personen mit geringer Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit beizutragen.

Die Zielgruppe umfasst arbeitsmarktferne Personen mit Migrationshintergrund mit Deutschkenntnissen auf A1-Niveau (vorwiegend Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte ab 25 Jahren die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen; in Ausnahmefällen Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte ohne Vormerkung beim AMS Niederösterreich, sowie Personen mit Migrationshintergrund und mind. Sprachniveau A2 bzw. Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte unter 25 Jahren, sofern ein Kompetenzcheck erforderlich ist, sowie Personen mit Migrationshintergrund, die unabhängig vom Sprachniveau Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt benötigen). Diese werden stufenweise durch Beratung, Betreuung und Begleitung an eine sprachliche Qualifizierung, sowie durch Kompetenzchecks und entsprechender Vermittlungsunterstützung an berufliche Tätigkeitsfelder, Ausbildungen oder weiterführende Qualifizierungen herangeführt.

Mit diesem Projekt in Niederösterreich werden niederschwellige Angebote zur Förderung der Inklusion dieser Zielgruppe umgesetzt

Einreichfrist: 01.06.2017 bis 30.06.2017

Die Einreichung erfolgt elektronisch über ZWIMOS, über diese Datenbank sind auch alle relevanten Dokumente für den Projektantrag downloadbar.

Frage 1: Müssen die Projekte bereits zur Gänze abgeschlossen sein, um als Referenz angeführt zu werden?
Antwort auf Frage 1: Die Projekte, die als Referenz vorgesehen sind, müssen sich bereits in der Projektdurchführungsphase befinden.

Frage 2: Sollen die Referenzen von den jeweiligen Förder- bzw. AuftraggeberInnen bestätigt werden oder werden „Eigenreferenzen“ akzeptiert?
Antwort auf Frage 2: Die Referenzen sind jeweils im dafür vorgesehenen Formblatt entsprechend den Anforderungen detailliert darzustellen, um somit eine Überprüfung durch die ZwiSt NÖ gewährleisten zu können.

Frage 1: Sind die Nachweise zu „Bestätigung dass kein Insolvenzverfahren vorliegt bzw. keine gerichtlichen Verfahren gegen Mitglieder des Unternehmens/Vereins bestehen.“, „Bestätigung zur Geschäftsführung, dass keine Verfehlung gegen Arbeits-, Sozial- und Umweltrecht besteht.“ und „Bestätigung zur Geschäftsführung, dass kein rechtskräftiges Urteil bzw. keine Verurteilung zu folgenden Fällen vorliegt: Mitgliedschaft bei einer kriminellen Organisation, Bestechung, Betrug, Untreue, Geschenkannahme, Förderungsmissbrauch oder Geldwäscherei.“ durch ein von der Geschäftsführung unterzeichnetes Dokument erbracht? 
Antwort auf Frage 1: Je nach Sachgebiet können relevante Nachweise wie z.B.: Strafregisterauszug, Nachweis des Kreditschutzverbands, etc. vorgelegt werden. Eigenerklärungen durch die Geschäftsführung zu den in der Frage angeführten Sachgebieten werden ebenfalls anerkannt.

Frage 1: Ist es möglich Kernleistungen oder Teile von Kernleistungen (wie bspw. Kompetenzchecks oder Aufbau von Betriebskontakten) an Sub-UnternehmerInnen  auszulagern? Inwiefern entfällt bei der Beauftragung von Sub-UnternehmerInnen die  Pflicht Vergleichsangebote einholen zu müssen bzw. besteht ein Höchstauftragsvolumen für SubunternehmerInnen? 
Antwort auf Frage 1: Ein Projekt wird nur gefördert, wenn die Hauptleistungen des Fördervorhabens vom Fördernehmer erbracht wird (Sonderrichtlinie des Bundesministers, 1.10. Fördervoraussetzungen, Pkt. 6)

Frage 2: Muss das in den Einreichunterlagen namentlich genannte Personal in einem aufrechten Dienstverhältnis zu den BieterInnen stehen oder reicht eine Einstellungszusage?
Antwort auf Frage 2: Einstellungszusagen sind ausreichend, wobei entsprechend „Aufruf zur Einreichung von Interessensbekundungen/Projektanträgen für Projekte des Europäischen Sozialfonds-ESF Operationelles Programm "Beschäftigung Österreich 2014 - 2020" Kapitel „11.2.1 Nachweise:“ Zustimmungserklärungen seitens des Personals vorzulegen sind, dass diese für den Projektzeitraum zur Verfügung stehen.

Frage 3: Können für die genannten MitarbeiterInnen die Dokumente vom letzten Call noch ein Mal verwendet werden?
Antwort auf Frage 3: Ja, es ist jedoch zu beachten, dass eine neue Vorlage zu „Formblatt – Qualifikation des eingesetzten Personals“ als Anlage in der ZWIMOS-Datenbank bereitgestellt ist, diese ist zu verwenden. Allfällige Dokumente (z.B.: Zustimmungserklärungen) sind zu aktualisieren.

Frage 4: Sehen wir es richtig, dass die ÖIF-Zielgruppe, die nicht beim AMS arbeitssuchend gemeldet ist, trotzdem über das AMS in  Alphabetisierungs-Kurse vermittelt werden soll? Bzw. Stellt die Kurskoordination und –begleitung für diese Zielgruppe eine BASIC-Leistung dar?
Antwort auf Frage 4: Grundsätzlich sind für alle Personen, die nach dem 1.1.2015 Asyl oder subsidiären Schutz erhalten haben, nach § 4 IntG (i.V.m. § 28) Deutschkurse durch den ÖIF im Auftrag des BMEIA zu gewährleisten. Diese Personengruppe ist nicht Zielgruppe von BASIC. Die Zuständigkeit des AMS beginnt für diese Personengruppe erst aufbauend auf dem vorhandenen A1-Zertifikat. Erst dann sind die Personen auch Zielgruppe von BASIC. Nur in Ausnahmefällen (max. 10 % aller Teilnahmen) sind asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, die nicht beim AMS vorgemerkt sind, als Zielgruppe möglich, somit ist für jene die Kurskoordination und –begleitung eine BASIC-Leistung, wobei diese nicht über das AMS an die KursträgerInnen vermittelt werden, sondern über den/die TrägerInnen von BASIC.

Frage 5: Sehen wir es richtig, dass Punkt 8a in der Leistungsbeschreibung folgenden Ablauf beschreibt: 
a) Zuweisung  der Personen durch die jeweiligen RGS des AMS oder durch den ÖIF an BASIC 
b) Einschätzung der BeraterInnen, ob die Person unter dem A1-Niveau liegt oder ob sie A1 und darüber bereits erreicht hat, mit anschließender Zuweisung zum Sprachclearing bei ÖIF oder AMS 
c) Rückverweis durch ÖIF/AMS mit Bestätigung des Sprachstandes an BASIC-Beraterinnen
d) Zubuchung der Personen in der TAS-Struktur des AMS NÖ durch BASIC
Antwort auf Frage 5a: Zuweisung der Personen an den/die Träger von BASIC erfolgt durch die regionalen Geschäftsstellen des AMS, ausgenommen sind jene Ausnahmefälle (max. 10 % aller Teilnahmen) von asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die nicht beim AMS vorgemerkt sind.
Antwort auf Frage 5b: Ja. Die Zubuchung zum Sprachcleraring erfolgt durch den/die TrägerIn/-nen von BASIC jedoch an den ÖIF oder an vom AMS beauftragte KursträgerInnen. Personen, die nach seriöser Einschätzung des AMS-BeraterIn noch nicht über A1-Kenntnisse verfügen und nach dem 1.1.2015 Asyl oder subsidiären Schutz erhalten haben, werden von den AMS-BeraterInnen direkt zum ÖIF-Sprachclearing verwiesen und nicht zu BASIC zugewiesen.
Antwort auf Frage 5c: ja. Der Rückverweis erfolgt durch das ÖIF-Sprachclearing oder durch den/die vom AMS beauftragten KursträgerIn. Außer es handelt sich um Personen, die nach § 4 IntG der Zuständigkeit des BMEIA/ÖIF unterliegen. Für diese bietet der ÖIF direkt im Anschluss an das Sprachclearing selbst organisierte und finanzierte Alphabetisierungs- und A1-Kurse an.
Antwort auf Frage 5d: Ja, unter Bezugnahme der Antwort auf Frage 5c.


Frage 1: Lt. Punkt 11.2.1. des Aufrufs zur Einreichung von Projektanträgen ist es erforderlich, Qualifikationsnachweise der MitarbeiterInnen zu erbringen. Für den Bereich Gender/Diversity ist es lt. Leistungsbeschreibung explizit möglich, Bestätigungen nachzureichen, wenn die Ausbildung vor Projektbeginn abgeschlossen ist. Gilt das auch für andere nachzuweisende Ausbildungen? Können Nachweise z.B. aktuell laufender TrainerInnen-Schulungen, Studienabschlüsse mit Ende Juni, Business-Coach-Ausbildungen oder Schulungen für Kompetenzbilanzierung nachgebracht werden, wenn stattdessen der Nachweis erbracht wird, dass die Fortbildung derzeit läuft oder jedenfalls vor Projektbeginn abgeschlossen sein wird?
Antwort auf Frage 1: Die Qualifikationen der MitarbeiterInnen unterliegen der formalen und inhaltlichen Prüfung bei Einreichung des Antrages und können wie in der Leistungsbeschreibung (Punkt 11 „Allgemeine Mindestanforderungen an die BeraterInnen“) bei Nichterfüllung der Mindesterfordernisse bei dieser Prüfung zum Ausschluss des Projektantrages führen. 
Nur für Ausbildungen im Bereich Gleichstellungsorientierung gilt laut Leistungsbeschreibung: „Eine Anmeldung der BeraterInnen zu einer Genderausbildung bzw. einem Diversitätstrainings wird akzeptiert, wenn der Abschluss der geplanten Ausbildung vor dem Projektbeginn liegt. Die Bestätigung über die absolvierte/n Ausbildung/en ist vor Projektbeginn nachzureichen.“

Ihr Kontakt zum Thema Arbeitnehmerförderung

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Allgemeine Förderung und Stiftungsverwaltung
Landhausplatz 1, Haus 9
3109 St. Pölten
E-Mail: post.esf@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-13613
Letzte Änderung dieser Seite: 4.9.2017
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