09.02.2012 | 13:55

Bilanz und Ausblick der Leitstelle „144 Notruf NÖ"

Sobotka: Rettungskette effizienter gestaltet

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde seitens der Leitstelle „144 Notruf NÖ" heute, Donnerstag, 9. Februar, in St. Pölten Bilanz über das Jahr 2011 gezogen. Im letzten Jahr verzeichneten die 115 Mitarbeiter fast 1,7 Millionen Anrufe, bis zu 4.000 Einsätze werden pro Tag über die Notrufleitstelle abgewickelt. „Damit ist \'144 Notruf NÖ\' der größte Leitstellenbetrieb in Europa und der fünftgrößte weltweit", betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und führte weiter aus: „Wir sind der einzige Leitstellenbetrieb, der nach den Kriterien Effizienz, Genauigkeit und Sicherheit zertifiziert wurde."

Im Bezug auf die rasche Hilfe bei Notfällen sprach der Landeshauptmann-Stellvertreter von durchschnittlich 12 Minuten, bis ein Notarzt beim Patienten eintrifft, bzw. 10 Minuten, die ein Rettungssanitäter im Durchschnitt braucht, bis er am Unfallort ist. Dies seien Spitzenwerte, so Sobotka, dominiere doch im größten Bundesland Österreichs der ausgeprägte ländliche Raum mit längeren Anfahrtswegen. Im Notfall sei jede Minute entscheidend, daher seien die Ortsstellen der Rettungsdienste und Spitäler in allen Regionen des Landes auch so wichtig. „Diese Werte zeigen, dass die Rettungskette in der Alarmierung hervorragend funktioniert und die Einsatzkräfte vor Ort bestens aufgestellt sind", so Sobotka. 

Im Jahr 2011 wurden von „144 Notruf NÖ" über 180.000 Notfalleinsätze akkordiert. „Auf diese Weise wurden in mehr als 1.500 Fällen Anleitungen zur Wiederbelebung gegeben, auch knapp 600 Geburten wurden telefonisch begleitet", führte Sobotka aus. Während ein Mitarbeiter im Bedarfsfall telefonisch Anleitungen zur Ersten Hilfe gebe, werde im Hintergrund der Alarm für die Rettung ausgelöst. Überdies seien von „144 Notruf NÖ" fast 670.000 Krankentransporte von Spital zu Spital bzw. von zu Hause ins Spital disponiert worden.

Was die Effizienzsteigerung der Notrufleitstelle betreffe, so versuche man weiter, Zeit zu sparen, um in der Rettungskette noch schneller zu werden, sagte Sobotka. Erste Versuche in den Spitälern Amstetten, Baden und Horn, das Alarmierungssystem bei Großschadensereignissen für das dienstfreie Personal zu automatisieren, hätten bereits Verbesserungen gebracht. Überdies merkte Sobotka an, dass die Implementierung des digitalen Behördenfunks erfolgreich ist, wobei der Arzt und das gesamte Team im Spital mithören könnten, was der Notfallsanitäter vor Ort diagnostiziere. Als weitere Initiative nannte Sobotka die elektronischen Buchungen von Patiententransfers. Weiters seien die Fehleinsätze bei der Flugrettung in den letzten Jahren von 30 auf 14 Prozent gesunken. Auch habe die Kältewelle die Anzahl der Rettungseinsätze in den letzten Tagen um 17 Prozent steigen lassen, so Sobotka abschließend.

Mag. (FH) Thomas Pöchacker, Geschäftsführer von „144 Notruf NÖ", meinte: „Dieses größere Aufkommen können wir ohne zusätzliches Personal bewältigen, weil die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften gut funktioniert." Die Transportanforderungen durch die NÖ Landesklinikenholding würden mittlerweile elektronisch abgewickelt. Disponierungen von Einsätzen mit Wien, der Steiermark und dem Burgenland würden ohne Umweg mit der dortigen Leitstelle über die Bühne gehen. 

Dr. Martin Bayer, zuständig für das Notarztwesen, sagte: „Entscheidend ist, dass der Patient zeitnah das geeignete Rettungsmittel bekommt. Bei einem Großunfall bringt die elektronische Alarmierung des dienstfreien Personals im Krankenhaus Vorteile."

Nähere Informationen im Büro LH-Stv. Sobotka unter 02742/9005-12221.

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