23.12.2011 | 10:51

Projekte für grenzüberschreitende Regionalentwicklung genehmigt

Schwarz: Dient der Zusammenarbeit in den Grenzregionen

Insgesamt 21 grenzüberschreitende Projekte mit niederösterreichischer Beteiligung aus den Bereichen Tourismus, institutionelle Kooperation, Verkehr, Gesundheit, Wirtschaft, Innovation, Bildung, Netzwerke und Umwelt wurden kürzlich von der Europäischen Union genehmigt. Die Vorhaben werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 5 Millionen Euro unterstützt und sollen die Weiterentwicklung des gemeinsamen Grenzraums zwischen Niederösterreich und seinen Nachbarregionen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn ermöglichen. „Die Vielfalt der Projekte zeigt, dass die Menschen in den Grenzregionen vielerlei Wege zur Zusammenarbeit finden und über diese Zusammenarbeit unterschiedliche Strategien entwickeln, um ihre Zukunft abzusichern," freute sich Landesrätin Mag. Barbara Schwarz.

Für das Programm Österreich-Tschechische Republik wurde der Begleitausschuss in Neuhaus (Jindřichův Hradec) in Südböhmen abgehalten und insgesamt 12 Projekte genehmigt. Darunter befinden sich beispielsweise das Vorhaben „health across in practice", bei dem die Zusammenarbeit des Krankenhauses Gmünd mit České Velenice fortgesetzt wird sowie gemeinsame touristische Begleitmaßnahmen mit Südmähren zur Landesausstellung im Jahr 2013 in Poysdorf.  

Das Programm Slowakei-Österreich umfasst u. a. sieben Projekte mit niederösterreichischer Beteiligung, darunter „Perimost", das vor allem die Verkehrssicherheit für Radtouristen entlang der Radbrücke zwischen Schloss Hof und Theben-Neudorf (Devínska Nová Ves) ermöglicht bzw. das Projekt „Gedächtnis ohne Grenzen" (CrArc), das eine bilaterale Sammlung und Digitalisierung von 800.000 historischen Dokumenten ermöglichen soll.

„Die Suche nach den eigenen Wurzeln ist für die Menschen im vereinten Europa nicht unwesentlich, schließlich wurden viele Familien durch historische und politische Umstände getrennt. Projekte wie die Sammlung und Bereitstellung von historischen Dokumenten sind daher wichtige Meilensteine bei der Verarbeitung der europäischen Geschichte und ein Schritt zur europäischen Identität", so die Landesrätin.

Der 9. Begleitausschuss zum Programm Österreich-Ungarn Ende November 2011 in Bad Waltersdorf hat für Niederösterreich zwei weitere Projektgenehmigungen gebracht: „Educorb", das auf bisherige Kooperationen aufbaut und auf die Vermittlung der ungarischen Sprache in allen Schulstufen, sowie „RECOM AT-HU", das auch weiterhin auf die Erarbeitung gemeinsamer Entwicklungsstrategien zwischen Niederösterreich und Westungarn sowie die Bundesländer Steiermark, Burgendland und Wien abzielt.

„Niederösterreich setzt schon viele Jahre auf eine umfassende Sprachenoffensive. Gerade das Projekt ‚Educorb\' ist ein erfreuliches Beispiel dafür, wie über alle Schulstufen vom Kindergarten bis zur berufsbildenden Schule daran gearbeitet wird, die Jugend auf sprachliche Mobilität und damit auf ein Leben in einem offenen Grenzraum bis hin zum gemeinsamen Arbeitsmarkt vorzubereiten", sagte Schwarz.

Für alle drei ETZ-Programme wurde auch bereits jeweils eine Verhandlungsgruppe nominiert, die über die Programmierung der Förderprogramme 2014 - 2020 beraten wird.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik, Österreich-Tschechien: Mag. Martin Kavalek, Telefon 02742/9005-14329, Österreich-Slowakei, Österreich-Ungarn: Mag. François-Edouard Pailleron, Telefon 02742/9005-14129, bzw. Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655 bzw. 0676/812-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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