06.12.2011 | 13:42

LH Pröll: „Mobilfunkpakt hat Ziele eindeutig erreicht"

Wirtschaftliche und technologische Impulse für den Standort NÖ

„Der Mobilfunkpakt hat seine Ziele eindeutig erreicht. Er hat wirtschaftliche und technologische Impulse ausgelöst und der Standort Niederösterreich hat entscheidend profitiert", zog Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Dienstag, 6. Dezember, im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus Bilanz. Es sei gelungen, „technische Möglichkeiten und ökologische Verpflichtungen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen", meinte Pröll.

So habe es zum einen einen Steuerungseffekt gegeben, durch den die Anzahl der einzeln genutzten Masten von rund 800 im Jahr 2005 auf derzeit 355 gesenkt werden konnte. „Damit wurden 445 Masten eingespart", so der Landeshauptmann. Zum anderen sei auch die Mehrfachnutzung deutlich erhöht worden, betonte Pröll: „Heute werden 67 Prozent aller Handymasten mehrfach genutzt." Die dadurch erzielten Kosteneinsparungen seien auch an die Konsumenten weitergegeben worden, bilanzierte der Landeshauptmann weiters: „Seit 2005 ist der Endkundenpreis um rund 65 Prozent gesunken."

Der Mobilfunkpakt habe auch wesentliche Vorteile für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich gebracht, informierte Pröll. Die Zahl der Haushalte mit Breitbandanschluss sei stark angestiegen, der Versorgungsgrad mit UMTS liege bei 77 Prozent.

Der Wirtschaftsforscher Dr. Christian Helmenstein (Economica Institut für Wirtschaftsforschung) sieht in einer Studie „eine Reihe von positiven ökonomischen Effekten durch den niederösterreichischen Mobilfunkpakt". Im Vergleich der österreichischen Bundesländer liege Niederösterreich „weit voran bei der gemeinsam genutzten Mobilfunkinfrastruktur", informierte er. Durch die Mehrfachnutzung von Handymasten würden sich Einsparungen von rund 28 Millionen Euro ergeben, so Helmenstein. Diese Summe werde wiederum dafür verwendet, „die Preise zu senken oder Technologien schneller auszubauen". Im Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien könnten durch den Mobilfunkpakt zukünftige Einsparungseffekte in der Höhe von 90 bis 95 Millionen Euro erzielt werden, sagte Helmenstein, der betonte: „Der niederösterreichische Mobilfunkpakt hat seine Ziele sogar übererfülllt."

„Landeshauptmann Pröll hat mit der Idee der Zusammenlegung von Sendemasten einen Trend eingeleitet", betonte Michael Krammer, CEO von Orange Österreich, im Zuge der Pressekonferenz. „Der Mobilfunkpakt ermöglicht mehr an Qualität bei weniger Kosten und besserer Ökologie durch weniger Sendestandorte", meinte Krammer in seiner Stellungnahme.

Auf die „positive Zusammenarbeit mit den Gemeinden bei der Umsetzung des Mobilfunkpaktes vor Ort" ging Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger näher ein. Über 60 Prozent der Gemeinden seien dem Mobilfunkpakt beigetreten, berichtete der Klubobmann. In über 100 Gemeinden sei das Mitwirkungsverfahren zur Anwendung gekommen.

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