05.12.2011 | 11:28

Neues Erholungsangebot für Familien auf Burg Rappottenstein

Schwarz: Der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt

Das Rote Kreuz Niederösterreich bietet gemeinsam mit der Familie Abensperg und Traun ein Erholungsangebot für Familien mit schwer kranken Kindern auf der Burg Rappottenstein (Bezirk Zwettl) an. Darüber informierten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Projektpartner Mag. Benedikt Abensperg und Traun, Dr. Elfriede Wilfinger, Chefärztin Österreichisches Rotes Kreuz, und Mag. Bettina Stiedl, Projektleitung Kinderburg Rappottenstein, am heutigen Montag, 5. Dezember, im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumen der Burg Rappottenstein. 

„Kindern und ihren Familien hier die Möglichkeit zu geben, Kraft zu tanken und sich in einer geschützten, betreuten Umgebung einfach einmal wohl fühlen zu dürfen, ist wichtig und notwendig", erklärte die Landesrätin. „Dieses Projekt stellt den Menschen, die Familie und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt." Die Kosten für den Aufenthalt sollen für die Familien möglichst gering und erschwinglich gehalten werden, daher ist nur ein Unkostenbeitrag pro Woche und Familie zu entrichten.

Die ersten Familien haben bereits einige Wochen auf der Kinderburg Rappottenstein verbracht. „Bis zu zwei Familien können mit ihren Kindern gleichzeitig Gast auf der Burg Rappottenstein sein, um eine familiäre Atomsphäre zu bewahren und individuelle Betreuung sicher zu stellen", meinte Chefärztin Elfriede Wilfinger. „Das Team der Kinderburg steht vor Ort mit Rat und Tat zur Verfügung und organisiert verschiedene Freizeitaktivitäten bzw. übernimmt währenddessen die Betreuung der Kinder." So ist es den Eltern möglich, auch etwas mehr Zeit zu zweit zu verbringen und für ihre Partnerschaft Kraft zu tanken. „Wir arbeiten hier aber auch sehr eng mit Psychologen, diplomiertem Pflegepersonal und auch Seelsorgern zusammen, denn nur so kann im Bedarfsfall die notwendige Begleitung und Unterstützung erfolgen", so Wilfinger.

Benedikt Abensperg und Traun schilderte: „Das Wesentliche bei der Erholung auf der Kinderburg Rappottenstein ist, dass sich natürlich das kranke oder traumatisierte Kind wohl fühlt. Gleichzeitig sollen die Eltern und gesunden Geschwister wieder in den Vordergrund geholt und auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden."

Die mittelalterliche Burg ist mit Elektrizität, Zentralheizung, Schlaf- und Wohnräumen sowie mit modernen Badezimmern ausgestattet und kann mit dem Auto leicht erreicht werden. „Mittlerweile sind die Labradorhündin Alice, die drei Therapiepferde Michl, Moritz, Massimo und die zutraulichen Ziegen Mecki und Sissi auf der Burg", erzählte Projektleiterin Bettina Stiedl in ihrer Stellungnahme.  

Die Burg Rappottenstein soll in Zukunft aber auch einen geschützten Rahmen für jene Kinder und Familien bieten, die durch den Tod eines nahen Angehörigen traumatisiert sind. Diese Abschieds- und Trauerarbeit soll terminlich gesondert vom Erholungsangebot erfolgen. Außerdem ist geplant, zukünftig auch Bildungsangebote im Bereich Sterbe- und Trauerbegleitung mit dem Schwerpunkt verstorbene Kinder anzubieten.

Weitere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at, www.roteskreuz.at/noe und http://www.kinderburg.net/

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