28.11.2011 | 15:33

Bilanz und Ausblick der NÖVOG

Wilfing: Mittlerweile das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen Österreichs

Angesichts des nahenden Saisonendes wurde heute, Montag, 28. November, in St. Pölten über aktuelle Zahlen der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) informiert und ein Ausblick auf künftige Vorhaben gegeben. Die NÖVOG betreibt die Mariazellerbahn, die Wachaubahn, die Waldviertelbahn, den Reblaus-Express, die Schneebergbahn sowie die Salamander Sesselbahn und die Bergbahn auf die Gemeindealpe.

„Bis zum Leopolditag am 15. November haben 744.000 Fahrgäste die Einrichtungen der NÖVOG genutzt", betonte Landesrat Mag. Karl Wilfing in seiner Stellungnahme. „Die NÖVOG ist mittlerweile das zweitgrößte Eisenbahnunternehmen Österreichs", so Wilfing. „Zukünftig wird ein Regionalbahnbetrieb leichter möglich sein. Die Republik Österreich stellt die notwendige Infrastruktur wie Gleisanlagen bereit, und die Länder und Gemeinden können die Regionalbahn betreiben." Überdies sei es gelungen, die private Westbahn AG in den Verkehrsverbund Ostregion zu integrieren, meinte der Landesrat. „Damit werden den Pendlern mit ihren Monats- bzw. Jahreskarten weitere schnelle Verbindungen beispielsweise nach St. Pölten angeboten." 

Die Mariazellerbahn erwirtschaftet mit 450.000 Fahrgästen, davon 50.000 Touristen, jährlich eine Wertschöpfung von 2,6 Millionen Euro, führte der Landesrat aus. „In dieses Vorzeigeprojekt und touristische Leitprojekt für das gesamte Pielachtal werden bis zum Jahr 2014 rund 117 Millionen Euro investiert". In neue Fahrzeuge und die Panoramazüge fließen 65 Millionen Euro, in Werkstätten und Hochbauten 20 Millionen Euro, in die Infrastruktur der Gleisanlagen 20 Millionen Euro, in die Stromversorgung 7,5 Millionen Euro und in die Zugsicherung 4,5 Millionen. Am Samstag, 3. Dezember, erfolgt der Spatenstich für die neue Werkstättenhalle und den Bahnhof für die Mariazellerbahn, erinnerte der Landesrat.    

Bei der Wachaubahn führte ein Felssturz im Juli zu einer Streckensperre, dennoch nutzten 7.000 Fahrgäste dieses Angebot. Die Zugtaufe des Panorama-Schienenbusses erfolgt am 30. März 2012. Überdies ist eine Fahrplanverdichtung in der Sommersaison geplant, führte der Landesrat aus. Doch damit nicht genug: Langsamfahrstellen sollen beseitigt und die Pünktlichkeit erhöht werden, ergänzte Wilfing. Überdies gelte ab 2012 die NÖ Card auf der Wachaubahn. In Zusammenhang mit der Attraktivierung der Bahnhöfe entlang der Wachaubahn gebe es eine gute Partnerschaft zwischen den Gemeinden und der NÖVOG.

Die Waldviertelbahn verzeichnete heuer über 23.000 Fahrgäste. Im Jahr 2012 wird ein zusätzlicher Triebwagen eingesetzt. Überdies sind Fahrplanverdichtungen und Fahrten von Weitra nach Litschau und ab Gmünd täglich im Juli und August geplant. Die Fahrgäste beim Reblaus-Express stiegen um fünf Prozent auf 22.000 Fahrgäste gegenüber dem Vorjahr. Die Schneebergbahn verzeichnete mit 153.000 Fahrten ein Plus von 15 Prozent, die Salamander Sesselbahn mit 35.000 Fahrten ein Plus von 24 Prozent. Die Gemeindealpe meldet für heuer 55.000 Fahrgäste und rund 11.000 Rollerfahrten, führte der Landesrat abschließend aus. 

Gerhard Stindl, Geschäftsführer der NÖVOG, meinte: „Auf den NÖVOG-Strecken sind die ÖBB Mitarbeiter im Einvernehmen mit den ÖBB durch NÖVOG-Mitarbeiter ersetzt worden. Die kollektivvertraglichen Voraussetzungen zwischen ÖBB-Mitarbeitern und Privatbahnmitarbeitern sind sehr unterschiedlich." 

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

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