23.11.2011 | 00:47

Niederösterreich und Tschechien wollen auch künftig zusammenarbeiten

LR Schwarz: Menschen und Wirtschaftsraum sollen weiter zusammenwachsen

In St. Pölten unterzeichneten heute, Mittwoch, 23. November, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und der für Regionalpolitik zuständige Vizeminister der Tschechischen Republik, Ing. Michel Janeba, eine Absichtserklärung über die künftige Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien. „Wir haben einander im vergangenen August in Prag getroffen und dabei festgehalten, dass die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien weiter fortgesetzt werden soll und die Menschen sowie der Wirtschaftsraum weiter zusammenwachsen sollen. Heute wollen wir dies schriftlich in einem Vertrag festhalten", erläuterte Landesrätin Schwarz im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. Vizeminister Janeba sagte, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien sehr ausgereift und gut sei; dies zeige auch das heutige Treffen in St. Pölten, das das mittlerweile dritte Zusammentreffen im heurigen Jahr darstelle. Auch er sprach sich für eine Fortsetzung dieser Zusammenarbeit in Zukunft bzw. nach 2014 aus.

Im Hinblick auf eine in diesem Rahmen präsentierte Studie, die im Sommer 2011 von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik im Rahmen des Projekts „Gelebte Nachbarschaft in der Grenzregion" durchgeführt wurde und die die Einstellung der Bewohnerinnen und Bewohner grenznaher Gemeinden in Niederösterreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei untersucht hat, hielt Schwarz fest, dass die Menschen heute ein positives Bild von der Zusammenarbeit mit den Nachbarn hätten und die Chancen erkennen würden, die dieses Miteinander bietet. Die positive Entwicklung sei, so Schwarz, auch durch Zahlen belegbar. Beispielsweise habe es in den vergangenen Jahren einen Zuwachs an Betriebsstandorten um bis zu 70 Prozent gegeben, bei der Kaufkraft liege Niederösterreich an erster Stelle, beim Haushalts-Einkommen sei ein Plus von 50 Prozent zu verzeichnen und auch bei den Beschäftigungszahlen habe es einen Anstieg gegeben, aktuell habe Niederösterreich die höchste Beschäftigungsquote der Geschichte. Außerdem seien bisher über 5.000 Projekte mit EU-Förderung umgesetzt worden, etwa im Verwaltungs-, im Verkehrs- und im Gesundheitsbereich oder auch im Tourismus. Es gelte, so Schwarz, diese Projekte weiterzuführen, denn sie kämen den Menschen in den Grenzregionen zugute. „Die Arbeit muss fortgesetzt werden. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll hat 2010 bereits mit einer entsprechenden EU-weiten Initiative begonnen, vor kurzem wurde die St. Pöltner Erklärung unterzeichnet. Mit dem heutigen Vertrag positionieren wir den gemeinsamen politischen Willen, dass Niederösterreich und die Tschechische Republik noch stärker zusammenrücken wollen. Dies soll den Menschen in den Regionen Sicherheit geben und ihnen Mut machen, die Grenzen auf allen Ebenen zu überschreiten", so Schwarz.

Die heute in St. Pölten präsentierte Studie zum Thema „Gelebte Nachbarschaft in der Grenzregion" ergab u. a. ein grundsätzlich positives Meinungsbild zur Entwicklung der Regionen und ein „Ja" zur verstärkten Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Die Ergebnisse dieser Studie stehen auf http://www.oegfe.at/ zum Download zur Verfügung.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Telefon 02742/9005-12600, e-mail buero.schwarz@noel.gv.at bzw. europa@oegfe.at, http://www.oegfe.at/.

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