10.11.2011 | 13:17

Jede NÖ Gemeinde kann zur Energiespargemeinde werden

Sobotka und Pernkopf präsentieren neues Förderpaket

Zehn Maßnahmen umfasst ein neues Förderpaket, mit dem das Land Niederösterreich ab 1. Jänner 2012 Gemeinden beim Energiesparen und beim Einsatz erneuerbarer Energieträger unterstützt und das heute, Donnerstag, 10. November, von Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in St. Pölten präsentiert wurde.

Sobotka betonte dabei, auch in Bezug auf die ab 2013 zu zahlenden CO2-Zertifikate gelte „Spare in der Zeit, so hast du in der Not". Nach den zuletzt präsentierten Maßnahmen im Wohnbau und den Nachrüstungsmaßnahmen für öffentliche Bauten wie Bezirkshauptmannschaften und Kliniken gehe es jetzt darum, die niederösterreichischen Gemeinden umfassend zu unterstützen.

Als ersten Schritt, öffentliche Gebäude thermisch zu sanieren, wird im Zuge des neuen Förderpaketes eine eigene Finanzsonderaktion mit einem Budget von 5 Millionen Euro schlagend, mit der ein Zinsenzuschuss für drei bis fünf Jahre in der Höhe von bis zu 5 Prozent pro Jahr gewährt wird. Bei der Straßenbeleuchtung wird jeder mit LED neu ausgestattete Lichtpunkt mit 100 Euro gefördert, bei Photovoltaikanlagen für Sport- und Freizeiteinrichtungen gibt es 30 Prozent der Anschaffungskosten, erläuterte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Jeweils 30 Prozent der Anschaffungskosten bis zu einer Höhe von 5.000 Euro gibt es auch für Photovoltaikanlagen an öffentlichen Gebäuden, deren Anschluss an die Fernwärme sowie Kommunalfahrzeuge mit Elektromotor. „Für unsere innovativen Gemeinden mit nachhaltiger Perspektive ist das ein Maßnahmenpaket, das sich sehen lassen kann", so Sobotka.

Pernkopf ergänzte die restlichen vier Maßnahmen: die Einführung einer Energiebuchhaltung über die EDV der Gemeindestuben, die einfache Eingaben und Auswertungen ermöglicht, vier kostenlose Beratungstage im Rahmen der Energieberatung für Gemeindegebäude, einen Bildungsscheck über 75 Prozent der Ausbildungskosten zum Energieberater sowie eine Photovoltaik-Stromtankstellen-Förderung im Ausmaß von 75 Prozent bzw. bis zu 7.500 Euro.

„Die niederösterreichischen Energieziele sind keine Phantasiezahlen. Wir sind auf einem guten Weg und wollen diesen Schwung in die konkrete Unterstützung der Gemeinden mitnehmen", meinte der Landesrat. Zudem werde am 1. Jänner 2012 die neue Energie- und Umweltagentur mit 90 Mitarbeitern und einem Budget von 8 Millionen Euro ihren Betrieb aufnehmen und stünden im Landtag der NÖ Energiefahrplan und das NÖ Energieeffizienzgesetz vor dem Beschluss, so Pernkopf.

Mag. Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindevertreterverbandes, sagte, die Kommunen stünden zu ihrer Verantwortung als Multiplikatoren und Transformatoren. Mit der neuen Förderung könnten sie nun auch in der direkten Umsetzung Vorbild für die Bürger sein. In seiner Gemeinde etwa bringe die Umstellung der Straßenbeleuchtung eine Ersparnis von 132.000 Euro an Energiekosten pro Jahr. Dazu seien allerdings Investitionen von rund 800.000 Euro nötig, angesichts der die Förderung von 160.000 Euro im Fall von Grafenwörth wie „ein unerwarteter warmer Regen" sei.

Nähere Informationen: Umwelt-Gemeinde-Telefon, Telefon 02742/22 14 44 und http://www.noe-energiespargemeinde.at/ bzw. beim Büro LHStv. Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail mailto:eberhard.blumentahl@noel.gv.at, sowie beim Büro LR Pernkopf unter 02742/9005-15473, Mag. Markus Habermann, e-mail markus.habermann@noel.gv.at.

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