07.11.2011 | 13:19

Landesrat Wilfing seit sechs Monaten im Amt

Erfolge bei öffentlichem Verkehr, Bildung und Jugend

In St. Pölten zog Landesrat Mag. Karl Wilfing heute, Montag, 7. November, Bilanz über seine ersten sechs Monate als für die Bereiche Bildung, Jugend und Raumordnung zuständiger Landesrat.

Im Rückblick auf seine politische Arbeit der vergangenen Monate widmete sich Wilfing zunächst dem Thema Verkehr. Der öffentliche Verkehr sei eine seiner Hauptaufgaben, mit Hilfe des Busverkehrs habe man zuletzt „offene Punkte" erledigen können. Die jüngste Verkehrszählung im Waldviertel etwa habe, so Wilfing, eine Steigerung der Passagierzahlen um 19 Prozent innerhalb eines Jahres ergeben. Für die Zukunft sei ein weiterer Ausbau des Gesamtverkehrskonzeptes von Nöten, beim so genannten Verkehrsdienstevertrag mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stehe Niederösterreich - als erstes Bundesland - vor dem Abschluss.

Dazu sei anzumerken, so der Landesrat, dass seitens der ÖBB sechs Linien des Personenverkehrs mit einem Fragezeichen versehen gewesen seien. „Mit der Ausnahme von vier Kilometern der Strecke Pernitz - Gutenstein können alle diese Strecken bis 2019 garantiert werden", so Wilfing zum Inhalt des Vertrags. Ebenso werde es in diesem Bereich künftig zu einer besseren Versorgung, mehr Pünktlichkeit und auch zu Angebotserweiterungen kommen, u. a. sei hiervon die Franz-Josefs-Bahn als eine der „Hauptlinien für Europa" betroffen. Eine modernere Ausstattung sei auch im Falle der Mariazellerbahn Thema, die man zur Vorzeigebahn entwickeln möchte; auch in die Wachaubahn und in die Waldviertler Schmalspurbahn werde einiges Geld fließen. Im touristischen Bereich habe man, wie Wilfing ausführte, in die Draisinen auf den beiden Strecken Ernstbrunn - Asparn und Bruck an der Leitha - Petronell-Carnuntum investiert.

„Wir können auch in Zukunft nicht alle Nebenbahnen betreiben, der Busverkehr ist zudem oftmals auch ökologischer. Im Zusammenhang mit dem öffentlichen Verkehr müssen in den Gesprächen mit den ÖBB und ebenso mit der Republik Österreich auch in Zukunft klare Worte gefunden werden", sagte Wilfing und wies darauf hin, dass der Bund künftig für die Schieneninfrastruktur aufkommen müsse. Dies vorausgesetzt, werde das Land einzelne Strecken der Nebenbahnen erhalten und betreiben können.

Als zweiten Schwerpunkt seiner Arbeit in den vergangenen Monaten nannte Wilfing die Bildung. Die beiden Schlagworte seien in diesem Zusammenhang „Die Schule muss im Dorf bleiben" und „Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt". Demgemäß müssten die Volksschulen in den Dörfern bzw. müsse die Vielfalt im Bildungssystem erhalten bleiben. Im Hinblick auf die neue Mittelschule werde, so Wilfing, beim Landesschulrat ein Schulentwicklungskompetenzzentrum eingerichtet, um den Hauptschulen den Übergang zur Mittelschule zu erleichtern.

Derzeit gebe es in Niederösterreich 78 Mittelschulen, im Schuljahr 2012/13 würden 72 Schulen bzw. 137 Klassen zusätzlich zu Mittelschulen gemacht. In den folgenden drei Jahren sollen insgesamt 260 Klassen in eine Mittelschule überführt werden. Ein weiteres Thema sei der Übergang vom Kindergarten in die Volksschule; hier gebe es Pläne zur Entwicklung eines „blau-gelben Kinderpasses". Überdies sei es ihm, Wilfing, ein Anliegen, dass an den Volksschulen die Hauptkompetenzen weiter gestärkt würden. Zum Bereich Jugend erinnerte der Landesrat an die Einrichtung so genannter Jugend-Coaches, an die Maßnahmen im Bereich der Jugendwohlfahrt - künftig werden mehr Mittel in die Prävention fließen, und es kommt zum Ausbau mobiler bzw. ambulanter Jugendwohlfahrtsdienste - sowie an das Thema Integration; aktuell gebe es an den heimischen Volksschulen zwölf interkulturelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Zahl soll auf 29 erhöht werden.

Nähere Informationen: Büro LR Wilfing, Florian Liehr, Telefon 02742/9005-12324, e-mail florian.liehr@noel.gv.at.

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