11.10.2011 | 10:52

10. Todestag von Erika Mitterer am 14. Oktober

Vorträge, Lesungen und ein Hörbuch-Projekt

Am 14. Oktober 2001 starb die durch ihr Haus in Kritzendorf auch mit Klosterneuburg eng verbundene Schriftstellerin Erika Mitterer. Die Tochter eines niederösterreichischen Architekten und einer Malerin aus Westfalen wurde durch ihren 1950 veröffentlichten „Briefwechsel in Gedichten" mit Rainer Maria Rilke international bekannt und gilt heute als österreichische Hauptexponentin der Literatur der Inneren Emigration während der NS-Zeit. 1992 wurde die Schriftstellerin mit dem Würdigungspreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet.

Nachdem es in den letzten Jahren ihres Lebens still um sie geworden war, hat dank des Engagements der nach dem Tod der Dichterin gegründeten Erika Mitterer Gesellschaft nun das Interesse der Literaturwissenschaft wieder zugenommen. Auch wurden ihre Romane und Gedichte in viele Sprachen übersetzt, zuletzt ins Tschechische, Ungarische, Russische, Rumänische, Italienische und Japanische.

Mit Vorträgen, Lesungen, einem Hörbuch-Projekt u. a. wird nun des zehnten Todestages Erika Mitterers gedacht: Nach den ORF-Sendungen „Du holde Kunst" und „Tonspuren" (jeweils Ö1) veranstaltet das Brenner-Archiv der Universität Innsbruck am 10. November ab 14 Uhr im Literaturhaus am Inn eine Tagung unter dem Titel „Ach, wie wir das Unbekannte schätzen - Rainer Maria Rilke und Erika Mitterer". Am 21. November wird die Schauspielerin Renate Schuster im Pfarrsaal von St. Elisabeth (1040 Wien, St. Elisabethplatz 9) im Rahmen des „Tagebuchtages 2011" ab 19 Uhr autobiographische Texte von Erika Mitterer unter dem Titel „Not lehrt beten - glückliche Stunden" vortragen.

Zudem haben Marianne Nentwich und Peter Matić das Hörbuch „Ballspiel mit Versen" gestaltet, das die berührendsten Verse des „Briefwechsels in Gedichten", umrahmt mit Musik von Johann Sebastian Bach und Karlheinz Essl, präsentiert. Auch die beiden wichtigsten Romane Mitterers, „Der Fürst der Welt" und „Alle unsere Spiele", das „Gesamte lyrische Werk" in drei Bänden sowie die sechs schönsten Dramen sind jetzt wieder über den Buchhandel verfügbar. Überdies hat Martin G. Petrowsky, Sohn und Nachlassverwalter Erika Mitterers, eine Dokumentation unter dem Titel „Die österreichische Dichterin Erika Mitterer im Licht der Literaturwissenschaft" zusammengestellt, die u. a. unter http://www.erika-mitterer.org/ abgerufen werden kann.

Nähere Informationen bei der Erika Mitterer Gesellschaft unter 02243/245 65, Martin G. Petrowsky, e-mail office@erika-mitterer.org.

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