28.09.2011 | 11:58

„Jugendcoaching für Gemeinden" gegen Politikverdrossenheit

Wilfing: Neue Instrumente für Gemeinden in ihrer Jugendarbeit

„Wir wollen der Politikverdrossenheit der Jugend entgegenwirken. Dafür setzen wir an verschiedenen Stellen an, in Niederösterreich binden wir die jungen Menschen aktiv in die Politikgestaltung ein. Mit dem neuen Serviceangebot ‚Jugendcoaching für Gemeinden\' können auch die Kommunen neue Instrumente in der Jugendarbeit nutzen", informierte heute, Mittwoch, 28. September, in St. Pölten Jugend-Landesrat Mag. Karl Wilfing über die neue Serviceleistung, die Gemeinden künftig zur Verfügung steht. Der Landesrat betonte dabei auch, dass es das oberste Ziel sei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu schaffen und zu erhalten und dass Jugend nicht „irgendeine Zielgruppe, sondern die Zukunft der Gesellschaft" sei. „ExpertInnen, die uns sagen, was junge Menschen wollen oder wo Gemeinden in ihrer Jugendarbeit anzusetzen haben, gibt es viele. Wir erweitern den Expertenkreis um die wichtigste Gruppe: die Jugendlichen selbst", so Wilfing.

Derzeit dürfen sich 58 niederösterreichische Gemeinden NÖ Jugend-Partnergemeinde nennen. Diese Gemeinden leben Jugendpartizipation und sind damit Partner ihrer jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Im Jahr 2012 sucht das Land Niederösterreich nun die neuen NÖ Jugend-Partnergemeinden. Im Vorfeld dazu bietet das NÖ Jugendreferat ein Aufbauprogramm zur Unterstützung auf dem Weg zur Jugend-Partnergemeinde: Die Viertelstour 2011, eine Info-Veranstaltungsreihe zu gelebter Jugendpartnerschaft, die ab Herbst 2011 durch alle Landesteile tourt, sowie nun das Service „Jugendcoaching für Gemeinden".

Um den diversen Anfragen von Gemeinden zu Jugendthemen entgegenkommen zu können, hat das NÖ Jugendreferat einen Pool von Jugendcoaches geschaffen. Die Aufgabe besteht darin, Gemeinden in die Jugend betreffenden Angelegenheiten vor Ort professionell und setting-orientiert zu beraten. Wichtig ist dabei die Differenzierung bzw. die Frage, was die betreffende Gemeinde selbst machen kann und wo externe Unterstützung gebraucht wird. Die Hilfestellung erstreckt sich vom Erstkontakt und der Erstberatung über Erhebungen bis hin zur weiterführenden Begleitung und Umsetzung. Das Landesjugendreferat bietet diese Serviceleistung gemeinsam mit dem Regionalverband noe-mitte und dem Bildungs- und Heimatwerk (BHW) NÖ an; im Rahmen des Projekts Com.mit wurde mit den Jugendlichen in verschiedenen Gemeinden bereits intensiv gearbeitet - zu jenen Themen, die die Jugendlichen selbst vorschlagen.

Nähere Informationen: Landesjugendreferent Wolfgang Juterschnig, Telefon 02742/9005-13268, 0676/812 13268.

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