02.08.2011 | 00:34

Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Qualität im Pflegebereich

Schwarz: Qualität ohne Abstriche und ohne Kompromisse

In St. Pölten informierte Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Dienstag, 2. August, über aktuelle Pläne und Maßnahmen, welche die Qualität im Bereich der Pflege älterer bzw. bedürftiger Menschen weiter erhöhen sollen.

„Wir müssen im Bereich der Pflege entsprechende Maßnahmen und Bausteine zur Verfügung stellen, und jeder dieser Bausteine muss von höchster Qualität sein - es geht um Qualität ohne Abstriche und ohne Kompromisse. Es gilt, sowohl die hauptberuflichen MitarbeiterInnen als auch die ehrenamtlichen HelferInnen und die Angehörigen entsprechend zu unterstützen", hielt die Landesrätin einleitend fest.

Für die hauptberuflichen MitarbeiterInnen in den Heimen bedeute dies, dass verstärkt an der Schaffung eines Umfeldes gearbeitet werden müsse, in dem das Personal die herausfordernden Vorgaben bestens erfüllen könne. Aktuell sei in diesem Zusammenhang daher ein Bildungsschwerpunkt in Richtung Stressprophylaxe geplant, auch der verstärkte Einsatz von ArbeitspsychologInnen sowie „beste räumliche und technische Ausstattung" seien künftig vonnöten. Ab 2012 wird es auch eine Messung der Zufriedenheit der MitarbeiterInnen in den jeweiligen Pflegeheimen geben - es solle, so Schwarz, „laufend abgefragt werden, wie es den Menschen hier geht. Damit können die Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut unterstützt werden".

Noch bessere Unterstützung will man, so die Landesrätin, künftig auch den Angehörigen der pflegebedürftigen Menschen bzw. jenen, die ihre Angehörigen zu Hause selbst pflegen, zuteil werden lassen. Neben der Pflegehotline, die unter der Telefonnummer 02742/9005-9095 bzw. per e-mail post.pflegehotline@noel.gv.at erreichbar ist, und dem Pflege-Servicezentrum am Landhausboulevard in St. Pölten, wo auch persönliche Gespräche und das Einholen erster Informationen möglich sind, wird derzeit an der Entwicklung einer Homepage bzw. DVD gearbeitet. Mit Hilfe dieser Medien sollen Angehörigen mittels kurzer Filmsequenzen wichtige Handgriffe und Ratschläge zum Thema Pflege verdeutlicht werden.

Auch die Unterstützung der ehrenamtlichen HelferInnen, deren Zahl sich in den 48 Landespflegeheimen - die 57 privaten Heime nicht mitgezählt - aktuell auf 1.500 beläuft, liegt der zuständigen Landesrätin am Herzen. Für diese HelferInnen gebe es einen so genannten „Bildungspass", mit dem diverse Fortbildungskurse besucht werden können und bei dem auch das Thema Selbsterfahrung im Zentrum stehe. „So können wir Basiswissen für Menschen anbieten, die zwar über keine Pflegeausbildung verfügen, aber dennoch mit pflegebedürftigen Menschen zu tun haben", so Schwarz dazu.

Zudem setzt sich eine Studie mit der Anwendbarkeit von technikunterstützter Pflege auseinander. Diese Studie soll klären, ob und wie technischer Fortschritt für ältere Menschen als zusätzliche Sicherheitsquelle genutzt werden kann, damit diese möglichst lange selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden leben können. Darüber hinaus wird auch ständig am Angebot in den Heimen selbst gearbeitet, etwa in den Bereichen Intensiv- und Hospizpflege, Tagespflege sowie Kurzzeit- und Übergangspflege.

Überdies wurde an die NÖ Landesakademie der Auftrag erteilt, den Ausbauplan für die niederösterreichischen Landespflegeheime zu evaluieren. Diese Evaluierung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein, der aktuelle Ausbauplan läuft bis 2013. Schließlich erinnerte Schwarz noch an die im heurigen Juni gestartete neue Homepage der niederösterreichischen Heime, die nunmehr unter http://www.noelandesheime.at/ im Internet zu finden sind.

Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Marion Gabler-Söllner, Telefon 02742/9005-12655, e-mail marion.gabler-soellner@noel.gv.at.

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