29.06.2011 | 00:09

Lkw-Durchfahrverbot für „Mautflüchtlinge" auf B 2/B 4

LH Pröll: „Ab heute wird rigoros kontrolliert"

Da auf der B 2 und der B 4 seit April 2010 eine Zunahme des Schwerverkehrs respektive der „Mautflüchtlinge" zu bemerken ist und hier, mit steigender Tendenz, pro Tag rund 300 Lkw unterwegs sind, wurden nun - in Zusammenarbeit mit tschechischen Behörden - entsprechende Fahrverbotstafeln errichtet. Auf der B 4 bei Stockerau nahm Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Mittwoch, 29. Juni, die Enthüllung einer solchen Tafel vor.

„Diese Verkehrstafeln sind eine unmittelbare und wichtige Maßnahme und wir hoffen, hier zwischen 300 und 400 Lkw weg zu bekommen. Das bedeutet mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region, mehr Sicherheit sowie eine Vereinfachung für den Pendlerverkehr, und auch eine Verbesserung für die ASFINAG, die durch diese ‚Mautflüchtlinge\' bisher rund 5.000 Euro Lkw-Maut pro Tag verloren hat", sagte der Landeshauptmann vor Ort, wobei er auch die „ausgezeichnete Zusammenarbeit" mit den tschechischen Behörden unterstrich und anmerkte, dass das Fahrverbot „ab heute rigoros kontrolliert" werde. Die Lkw-Fahrer müssten außerdem davon ausgehen, auf gleicher Strecke zurückgeschickt zu werden, so Pröll.

Das neue Fahrverbot richtet sich an den Lkw-Durchzugsverkehr zwischen Prag und Wien. Ab heute dürfen Lkw zwischen den beiden Städten nicht mehr die B 2 und die B 4 benutzen, sondern sollen über die Nordautobahn fahren; der Ziel- und Quellverkehr für die örtliche Wirtschaft ist von dem Verbot nicht betroffen. Tafeln, die die neue Verordnung kundtun, finden sich an der Grenze Niederösterreichs und Tschechiens, Tschechien informiert die Lkw-Fahrer außerdem auf den Autobahnen D 1 und D 5 über das nunmehr geltende Fahrverbot. Zusätzlich werden die Lenker durch den internationalen Frächterverband bzw. die NÖ Frächterinnung über das Verbot informiert. Seitens der Polizei wird das Verbot in Hinkunft verstärkt kontrolliert werden.

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