21.06.2011 | 14:13

Ehrenzeichenverleihung durch LH Pröll

„Gute Mischung aus Kraft und Zuversicht"

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll überreichte heute, Dienstag, 21. Juni, im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten 35 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, drei Gedenkmedaillen des Landes Niederösterreich sowie neun Berufstitel. Zudem wurden zwei Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und ein Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse überreicht. 

„Diese heutige Feierstunde findet in einer unheimlich bewegten Zeit statt", erinnerte Pröll in seiner Festrede an die politischen Erschütterungen in Nordafrika, die Atomkatastrophe in Japan und die Verunsicherung auf wirtschaftlicher Ebene über weite Teile dieser Welt. „Die heutige Feierstunde ist so etwas wie ein stabilisierender Anker in dieser bewegten Zeit, der insbesondere auf die Entwicklung unseres Heimatlandes Niederösterreich fokussiert ist."

Diese Feierstunde diene auch dazu, sich bewusst zu machen, was in den zurückliegenden Jahrzehnten für dieses Bundesland geleistet wurde. „Alles das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern nur auf Grundlage harter Arbeit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gewachsen", so Pröll.

Am Weg in die Zukunft sei es notwendig, auf der einen Seite Erarbeitetes und Erreichtes nicht zu gefährden und auf der anderen Seite die Chancen und Möglichkeiten zu nützen. „Niederösterreich hat sich aus einer schwierigen Ausgangssituation bewähren müssen", nannte der Landeshauptmann die Folgen des Zweiten Weltkrieges, die Besatzungsmächte, den Eisernen Vorhang, die Naturkatastrophen der letzten Jahre bis hin zur Offensive, Niederösterreich ins größere Europa einzugliedern. „Durch harte Arbeit ist es gelungen, diese Herausforderungen zu bestehen, aufzuholen und andere Regionen sogar zu überholen", meinte Pröll. Niederösterreich brauche den Vergleich mit anderen Bundesländern nicht zu scheuen und verzeichne mit 574.000 unselbstständig Beschäftigten einen historischen Höchststand. Für das Jahr 2011 werde Niederösterreich ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von mehr als 2,5 Prozent prognostiziert, gleichzeitig sinke die Arbeitslosenquote seit 15 Monaten. „Wir haben die zurückliegende Wirtschaftsflaute besser gemeistert als andere", betonte der Landeshauptmann und setzte fort: „Die Mischung aus Kraft und Zuversicht stimmen in diesem Land."

Eine Erfolgsgarantie sei auch das Vertrauensverhältnis zwischen den Bürgern, dem Land und der offiziellen Politik Niederösterreichs. Dort, wo dieses Vertrauensverhältnis korrekt sei, gebe es eine gute Grundlage für den Weg nach vorne. „Wir arbeiten mit reicher Erfahrung aus der Vergangenheit hinein in die Zukunft", so der Landeshauptmann.

Was die Zukunftsperspektiven Niederösterreichs betreffe, so unterstütze das Land viele Aktivitäten im Bereich der Wissenschafts- und Forschungsarbeit, meinte Pröll. Schon in den zurückliegenden Jahren habe Niederösterreich rund 300 Millionen Euro investiert, in den kommenden Jahren würden weitere 400 Millionen Euro folgen, informierte der Landeshauptmann. Die Wissenschafts- und Forschungsachse in Niederösterreich reiche von der Donau-Universität in Krems und dem Campus Krems über das Universitätszentrum in Tulln und das IST Austria in Klosterneuburg bis hin zum MedAustron-Projekt in Wiener Neustadt.

Pröll erinnerte auch an die effiziente Kulturpolitik und Kulturarbeit im Land. „Eine lebendige Kulturarbeit ist der beste Motor auf dem Weg in die Zukunft", so Pröll. Bestes Beispiel dafür sei u. a. die erfolgreiche Landesausstellung „Erobern - Entdecken - Erleben im Römerland Carnuntum". Als weiteren Punkt sprach der Landeshauptmann noch den niederösterreichischen Familiensinn an, der besonders im Internationalen Jahr der Freiwilligen hochgehalten werde.

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