08.06.2011 | 13:06

Zwei Jahre Lebensmittelcluster Niederösterreich

Bohuslav, Pernkopf: Regionalität der Lebensmittel garantiert hohe Qualität

Zum zweijährigen Bestehen des Lebensmittelcluster Niederösterreich wurde heute, Mittwoch, 8. Juni, in den Räumen des Wirtschaftszentrums Niederösterreich in St. Pölten über die bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen informiert, gleichzeitig gab es einen Überblick über zukünftige Projekte und Aktivitäten.

Leider habe der jüngste Lebensmittelskandal in Deutschland zu einer europaweiten Verunsicherung beigetragen, meinte Bohuslav. Der Lebensmittelcluster Niederösterreich stelle hingegen die Regionalität der Lebensmittel und die Transparenz der gesamten Wertschöpfungskette - von der Landwirtschaft über die Verarbeitung bis zur Vermarktung - in den Mittelpunkt. „Die NÖ Wirtshauskultur mit 270 Mitgliedsbetrieben setzt auf Regionalität und die Wirte kaufen direkt beim Bauern ein", so Bohuslav. Neben der Regionalität und der Transparenz sei beim Lebensmittelcluster Niederösterreich auch die Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen sehr wichtig, meinte die Landesrätin und erwähnte in diesem Zusammenhang das Technopol in Tulln mit dem Schwerpunkt Agrar- und Umwelttechnologie. Neben sensiblen Analysemethoden gehe es dort bei der Lebensmittelsicherheit auch um die Entwicklung von Schnelltests. „Grundlage bei der Arbeit des Lebensmittelcluster Niederösterreich ist die Kooperation von Produzenten, Wissenschaft und Forschung bzw. von Zertifizierungs- und Prüfungsstellen mit dem Handel", erinnerte Bohuslav. Rund 900 niederösterreichische Unternehmen seien in der Lebensmittelwirtschaft tätig und beschäftigen 17.000 Angestellte. Überdies gebe es 2.500 heimische Lebensmittelhändler und rund 33.000 landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich, führte die Landesrätin aus. „Die bisherige Clusterbilanz kann auf 57 Projekte verweisen, 38 davon sind bereits erfolgreich abgeschlossen, 19 Projekte werden zurzeit betreut. Im Lebensmittelcluster Niederösterreich sind 89 Partnerbetriebe mit rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vernetzt", so Bohuslav.

„Niederösterreich ist der wichtigste Lebensmittelproduzent Österreichs. Rund ein Viertel aller landwirtschaftlichen Betriebe und ein Drittel der bewirtschafteten Fläche liegen in Niederösterreich", so Pernkopf. „In Österreich gibt es eine kleinstrukturierte Landwirtschaft, wo die Direktvermarktung mit ihrer hohen Wertschöpfung eine sehr wichtige Rolle einnimmt." Bis zu einem Drittel der Bauern seien Direktvermarkter mit einem ausgezeichneten direkten Kontakt zum Konsumenten. Fast 20 Prozent der Fläche werde von 4.700 Betrieben biologisch bewirtschaftet, sagte der Landesrat. Der Vorteil liege in der naturnahen und umweltschonenden Produktion von Lebensmitteln mit höchster Qualität. „Die Konsumenten werden immer kritischer und legen Wert auf gentechnikfreie Produktion aus der Region. In Österreich können die Lebensmittel durch das AMA Gütesiegel bis zum Produzenten rückverfolgt werden", so Pernkopf. „Wer Lebensmittel importiert, importiert auch Risiko. Deshalb stehen wir in Niederösterreich zur inländischen Produktion", meinte der Landesrat weiter. Auf regionale Lebensmittel zu setzen, garantiere kurze Transportwege, sichere Arbeitsplätze im ländlichen Raum und schaffe Wertschöpfung, so Pernkopf. Dass Deutschland beim Lebensmittelskandal Vermutungen veröffentlicht habe, bezeichnete Pernkopf als „schädlich für die Branche der Gemüsebauern". Immerhin würden 55 Prozent der Gemüseanbauflächen Österreichs in Niederösterreich liegen.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, Büro LR Pernkopf, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, ecoplus, Michaela Schmid, Telefon 02742/9000-19660.

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