03.06.2011 | 13:54

Klinisches Riskmanagement in allen NÖ Spitälern geplant

Sobotka: Noch mehr Sicherheit für Patienten

Heute, Freitag, 3. Juni, wurde in den Räumen des Landesklinikums Thermenregion Mödling über das Pilotprojekt „Riskmanagement" informiert, wobei auch umgesetzte bzw. bewährte Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit vorgestellt wurden. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka betonte in diesem Zusammenhang das Bekenntnis Niederösterreichs zu einer dezentralen klinischen Versorgung, wodurch allen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern unabhängig von Alter, Wohnort und Einkommen die beste medizinische Qualität angeboten werde. „Wir machen nicht überall alles, aber alles, was wir anbieten, machen wir in Spitzenqualität", erinnerte Sobotka an die abgestufte medizinische Versorgung in den niederösterreichischen Spitälern. „Nicht an jedem Spitalsstandort wird jede Operation, jede Betreuung, jede Anwendung, jede Therapie bzw. jede Medikamentation angeboten", so Sobotka.

Was die Qualitätsinstrumente betreffe, so habe Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bundesgesundheitsamt und den Helios Kliniken in Deutschland ein breites Sicherheitsnetz für die Patienten aufgebaut, nannte Sobotka insbesondere die 95 Qualitätsparameter in allen niederösterreichischen Kliniken, die Ombudsfrauen und Ombudsmänner mit dem Patientenanwalt an der Spitze sowie die NÖ Patientenumfrage mit 52.000 retournierten Fragebögen allein im letzten Jahr.

Trotzdem gebe es im NÖ Gesundheitswesen auch menschliche Unzulänglichkeiten, schicksalhaftes sowie menschliches und technisches Versagen, sagte Sobotka. Das „Riskmanagement" solle dazu beitragen, das menschliche und technische Versagen zu minimieren. Dabei gehe es darum, einen möglichen Fehler zu erkennen und daraus zu lernen, um schon vorab alles zu tun, um Fehler zu vermeiden. 

Projektleiter Univ.Prof. Dr. Norbert Pateisky von der Medizinischen Universität Wien sagte zur Zielsetzung: „Wir wollen Sicherheit bieten, damit kein Schaden am Patienten entsteht." Arbeiten mit Checklisten, Team-Briefings und Medical Team Trainings würden dabei in den Arbeitsalltag implementiert, um Faktoren wie Müdigkeit, Stress, Krankheit, Ablenkung und Zeitdruck zu minimieren.

Dr. Johann Pidlich, ärztlicher Direktor am Landesklinikum Mödling-Baden, hielt fest: „Dieses Pilotprojekt hat die Aufgabe, so genannte Beinahe-Fehler zu vermeiden."

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

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