25.05.2011 | 10:53

Exzellenter Evaluierungsbericht für das IST Austria

LH Pröll: „Ein Modellprojekt für die Spitzenforschung"

Ein exzellentes Zeugnis stellt der heute präsentierte Evaluierungsbericht dem „Institute of Science and Technology Austria" in Klosterneuburg aus. Ein international zusammengesetztes Komitee führender WissenschafterInnen hat im Jänner 2011 die vergangenen vier Jahre in der Entwicklung des IST Austria evaluiert. Das Ergebnis: Das Komitee lobt die Gründung von IST Austria als „zukunftsweisendes Konzept", es attestiert dem jungen Institut einen bemerkenswert schnellen und außerordentlich erfolgreichen Start und es sei gelungen, eine beeindruckende Gruppe von fast 20 ProfessorInnen für sich zu gewinnen. „Diese Gruppe wäre der Stolz jeder Spitzenuniversität weltweit", heißt es im Evaluierungsbericht, der am heutigen Mittwoch, 25. Mai, von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesminister Dr. Karlheinz Töchterle, IST-Präsident Dr. Thomas Henzinger und dem Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Claus Raidl in einem Pressegespräch vorgestellt wurde.

Der Evaluierungsbericht sei einerseits eine „Zeugnisverteilung" und andererseits eine „Richtschnur" für die kommenden Jahre, sagte Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme. Die „Zeugnisverteilung" zeige, dass sich „dieser Standort als äußerst zukunftsträchtig" herausgestellt habe, so Pröll: „Vorbereitung, Planung und Ausführung wurden ausgezeichnet abgewickelt." Das Land Niederösterreich habe insgesamt 131 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, informierte der Landeshauptmann. 2012 werde das zweite Laborgebäude fertig gestellt, die weitere Planung sieht auch ein drittes Laborgebäude vor.

Geplant sei weiters auch ein Betriebsgebiet für „spin-offs". So werde auf einem zwei Hektar großen Grundstück vis-a-vis des Campus ein gemeinsames Betriebsgebiet entwickelt, berichtete Pröll: „Dieses Betriebsgebiet wird eine Kapazität von rund 400 Arbeitsplätzen haben."

Mit dem IST Austria sei „ein Modellprojekt für die Spitzenforschung" entwickelt worden, bilanzierte der Landeshauptmann. Für das Land Niederösterreich seien Wissenschaft und Forschung „ein ganz wesentlicher Schwerpunkt", man habe in den vergangenen Jahren insgesamt 300 Millionen Euro in diesem Bereich investiert, in den nächsten Jahren seien weitere 400 Millionen Euro vorgesehen, so Pröll.

„Grundlagenforschung ist Forschung, die nur durch die Neugier der Forscher getrieben ist", sagte der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Claus Raidl, der auch über die Zusammensetzung der Evaluierungsgruppen informierte. So wurde diese geleitet durch den Nobelpreisträger Prof. David Baltimore (ehemaliger Präsident des California Institute of Technology und der Rockefeller University in New York), weiters gehörten dem Komitee an: Prof. Jonathan Dorfan (ehemaliger Direktor des Stanford Linear Accelerator Center und Gründungspräsident des Okinawa Institute of Science and Technology), Prof. Erwin Neher (Nobelpreisträger und Max-Planck-Direktor), Prof. Linda Partridge (Darwin-Wallace-Preisträgerin und Max-Planck-Direktorin), Prof. Moshe Vardi (Rice University Houston) und Prof. Manfred Morari (ETH Zürich).

Wissenschaftsminister Dr. Karlheinz Töchterle bezeichnete das IST Austria als ein „Beispiel, das Sogkraft und Leuchtkraft ausstrahlt". Der Bericht der Kommission belege, dass das IST Austria „auf einem hervorragenden Weg ist, eine Einrichtung für Spitzenforschung von Weltrang zu werden und damit den heimischen Wissenschafts- und Forschungsstandort wesentlich zu stärken".

Das Ziel sei, „IST Austria fest und dauerhaft in der internationalen Spitzenliga der Grundlagenforschung weltweit zu etablieren", betonte abschließend der Präsident des IST Austria, Prof. Dr. Thomas Henzinger.

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