24.05.2011 | 00:59

7. Spielzeit des Landestheaters Niederösterreich 2011/2012

Letzte Suppanz-Saison unter dem Motto „Familie als Hort des Grauens"

Im Landestheater in Niederösterreich in St. Pölten wurde heute, Dienstag, 24. Mai, die Saison 2011/2012 des Landestheaters Niederösterreich präsentiert. Diese siebente Spielzeit des Landestheaters, zugleich ihre letzte, stellt Intendantin Isabella Suppanz unter das Motto „Die Familie als Hort des Grauens".

In der nunmehr zu Ende gegangenen Saison 2010/2011 konnte mit 35.292 Besuchern ein Zuwachs von einem Prozent verzeichnet werden, die Auslastung betrug 91,08 Prozent. 1.721 Abonnements bedeuten eine Steigerung von mehr als 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie einen Gesamt-Aboanteil von 23 Prozent.

Determiniert ist die neue Spielzeit durch Dramatiker wie Gerhart Hauptmann, Henrik Ibsen, Ferdinand Raimund, Eugène Labiche oder Georges Feydeau einerseits und Regisseure wie Jérome Savary, Robert Wilson, Thomas Ostermeier, Luk Perceval oder René Pollesch andererseits. Insgesamt stehen acht Eigenproduktionen, eine Koproduktion mit der Bühne Baden, eine Wiederaufnahme, das Literaturfestival „Blätterwirbel", drei Lesungen, drei Kindertheaterstücke sowie fünf internationale Gastspiele als Österreich-Premieren auf dem Spielplan.

Zum Saisonstart am 10. September gibt es wieder einen Tag der offenen Tür, an dem das Haus zeigt, was es alles kann. Die erste Premiere ist am 1. Oktober die Wiederaufnahme der Badener Koproduktion von Ferdinand Raimunds „Der Verschwender" in der Inszenierung von Jérome Savary. Ab 15. Oktober folgt als erste Eigenproduktion Henrik Ibsens Familiendrama „Gespenster" in einer Inszenierung von Michael Gruner. Ab 28. Oktober zeigen die Münchner Kammerspiele Herbert Achternbuschs „Susn".

Am 19. November öffnet sich erstmals die Theaterwerkstatt für Eugène Labiches „Die Affäre Rue de Lourcine". Weitere Theaterwerkstatt-Produktionen sind die österreichische Erstaufführung „Der Mann, der die Welt aß" von Nis-Momme Stockmann (ab 10. März), „Leben = Traum", ein Stück auf der Basis von Calderón, Grillparzer, Hofmannsthal u. a. Texten, das - ausgehend von der Theaterwerkstatt - das ganze Haus durchwandert (ab 20. April), sowie die Wiederaufnahme von Philipp Löhles „Die Unsicherheit der Sachlage" (ab 5. Mai).

Eugene O\' Neills „Eines langen Tages Reise in die Nacht" in einer Produktion des St. Pauli Theaters Hamburg und der Ruhrfestspiele Recklinghausen bringt u. a. Angela Schmid, Ben Becker und David Bennent nach St. Pölten (ab 2. Dezember). Als Gastspiel kommt auch Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür" (Thalia Theater Hamburg) ab 12. Jänner, ehe ab 28. Jänner Gerhart Hauptmanns „Einsame Menschen" zu sehen ist.

Lustiger soll es dann ab 3. März werden, wenn Isabella Suppanz in ihrer letzten Regiearbeit Georges Feydeaus „Einer ist der Dumme" in Szene setzt. Das Gastspiel von Samuel Becketts „Krapp\'s Last Tape" ab 23. März wird Robert Wilson sowohl inszenieren als auch spielen. „Schmeiß Dein Ego weg!" heißt die Produktion von René Pollesch, mit der die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin ab 3. Mai zu Gast ist.

Für Kinder gibt es „Detektivgeschichten vom Franz" nach Christine Nöstlinger (ab 6. Oktober), „Ronja Räubertochter" nach Astrid Lindgren (ab 26. November) und „Der Zauberer von Oz" als Gastspiel des Theaters mit Horizont (ab 9. März). Der „Blätterwirbel" beginnt diesmal am 15. Oktober, danach warten weitere Lesungen von Josef Bierbichler („Mittelreich") am 19. Oktober, Hans Hollmann („Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus) am 20. Jänner sowie Erika Pluhar („Kleist, Moos, Fasane" von Ilse Aichinger) am 23. Februar.

Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten beim Landestheater Niederösterreich unter 02742/90 80 60-600, e-mail karten@landestheater.net und http://www.landestheater.net/.

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