09.05.2011 | 17:02

Landespflegeheim Mödling erhält stationäres Hospiz

Schwarz: Wichtiger Schritt auf dem Weg zur sozialen Modellregion

Aus Anlass der Dachgleichenfeier beim Zubau des Landespflegeheimes Mödling informierte Landesrätin Mag. Barbara Schwarz heute, Montag, 9. Mai, bei einer Pressekonferenz über die Pflegeoffensive des Landes Niederösterreich, gleichzeitig wurde die Errichtung eines stationären Hospizes für den Bezirk Mödling vertraglich fixiert.

„Niederösterreich hat sich zum Ziel gesetzt, eine soziale Modellregion in Europa zu werden", so Schwarz. Neben neuen Initiativen im Bereich der sozialen Dienste und des sozialen Wohnens, wo bis 2011 rund 500 neue Wohnplätze geschaffen wurden, gehe es dabei auch um die 24-Stunden-Pflege, eine professionelle Beratung im Pflegeservicezentrum für betroffene Familienangehörige sowie um den Ausbau der Pflegeheime, meinte die Landesrätin. Der Zubau beim Landespflegeheim Mödling umfasse ein Gesamtinvestitionsvolumen in der Höhe von 11,5 Millionen Euro und sei Teil der Bau- und Qualitätsoffensive des Landes Niederösterreich. „Diese beläuft sich auf 205 Millionen Euro und soll bis zum Jahr 2013 insgesamt 880 neue Pflegebetten schaffen", sagte Schwarz.

„Diese Investitionen sollen die regionale Wirtschaft ankurbeln und den Arbeitsmarkt beleben", verwies Schwarz auf die 20.000 zusätzlichen Arbeitsplätze, die allein am Gesundheits- und Sozialsektor in den vergangenen Jahren entstanden seien. „In den nächsten Jahren wird genug ausgebildetes Pflegepersonal zur Verfügung stehen, da das Land Niederösterreich mit genügend Ausbildungsplätzen vorsorgt", erklärte die Landesrätin. Überdies diene der Ausbau zum Ersten einer Verbesserung der Rahmen- und Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, deren aufopferungsvolle Arbeit große Bewunderung verdiene, und zum Zweiten der Lebensqualität der Bewohner in den Einrichtungen, meinte die Landesrätin.

Was die Hospizversorgung in Niederösterreich betreffe, so unterstütze das Land Niederösterreich viele Aktivitäten, um eine flächendeckende Versorgung für jene Menschen zu erreichen, die sich in der letzen Phase ihres Lebens befinden, so Schwarz: „Mittlerweile sind 30 Hospizteams in Niederösterreich im Einsatz, die großteils auf ehrenamtliche Mitarbeiter setzen." Es gibt sechs mobile Palliativteams mit Standorten an den Landesheimen Melk, Wiener Neustadt, Tulln, Baden, Mödling und Waidhofen an der Ybbs sowie sechs stationäre Hospize, ein Tageshospiz in St. Pölten, siebzehn Palliativdienste und vier Palliativstationen in den Landeskliniken, führte Schwarz weiter aus. Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung zwischen dem Land Niederösterreich und dem Verein Hospiz Mödling werde in den Räumlichkeiten des Landespflegeheimes Mödling ab dem Jahr 2012 das siebente stationäre Hospiz in Niederösterreich den Dienst aufnehmen.

Dr. Edith Littich, Obfrau vom Verein Hospiz Mödling, meinte: „Die Hospizbewegung ist seit 15 Jahren in Mödling aktiv und hat bisher 1.000 Patienten zu Hause betreut. Die Versorgung der Patienten kann nun von der mobilen Versorgung zu Hause in den Familien und im Krankenhaus durch den Palliativkonsiliardienst auf eine Hospiz-Station im Pflegeheim Mödling erweitert werden."

Hans Stefan Hintner, Bürgermeister der Stadt Mödling, erinnerte: „Die Stadt Mödling pflegt seit vielen Jahren einen guten Kontakt zum Hospiz Verein Mödling, wo wertvollste Arbeit geleistet wird."

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