09.05.2011 | 11:05

Republikfeier des Kameradschaftsbundes in Hochwolkersdorf

Penz: Aus der Geschichte die richtigen Lehren ziehen

Hochwolkersdorf im südlichen Niederösterreich gilt als Geburtsort der Zweiten Republik. Im April 1945 traf hier Karl Renner mit Vertretern der Roten Armee zusammen, um eine möglichst schonende Übergabe Wiens zu verhandeln und erste Gespräche für die Wiedererrichtung Österreichs als demokratische Republik zu führen.

Der Landesverband Niederösterreich des Kameradschaftsbundes lud aus diesem Anlass am Samstag, 7. Mai, zu einer Republikfeier nach Hochwolkersdorf. Neben zahlreichen Abordnungen des Kameradschaftsbundes nahmen auch hohe Militärs mit Niederösterreichs Militärkommandant Johann Culik an der Spitze sowie Landtagspräsident Hans Penz an dem Festakt teil.

Für Penz führt dieser Ort „heute Generationen zusammen", für die Glaube und Heimatliebe, Treue und Traditionspflege keine Schlagwörter sind, sondern zeitlose Werte. „Getragen von der Wertschätzung füreinander, der Sorge umeinander und vom Umgang miteinander", so der Landtagspräsident. Aufgabe der heutigen Generation sei es auch, so Penz weiter, aus der Geschichte die richtigen Konsequenzen und richtigen Lehren zu ziehen. „Friede, Freiheit und Wohlstand sind uns nicht in den Schoß gefallen und sie sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen täglich erarbeitet werden - in der Familie und in der Gemeinde ebenso wie im Land, im Staat und in Europa."

Der Landesverband Niederösterreich des Kameradschaftsbundes zählt rund 30.000 Mitglieder. Präsident ist Brigadier i. R., Franz Teszar, der dem scheidenden Militärkommandanten Culik die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes überreichte. Diese Ehre wurde auch dem langjährigen Kapellmeister der Militärmusik Niederösterreich, Anton Pistotnig, zuteil. Pistotnig gab tags zuvor sein Abschiedskonzert im Festspielhaus St. Pölten. Er wird, so wie Culik, demnächst aus dem aktiven Bundesheerdienst ausscheiden.

Auf dem Programm der Republikfeier in Hochwolkersdorf standen unter anderem ein Platzkonzert der Militärmusik Niederösterreich, Kranzniederlegungen am Kriegerdenkmal und durch Veteranen der Roten Armee sowie Festansprachen und eine Flaggenparade.

 

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