03.05.2011 | 14:13

48 Ehrenzeichen im NÖ Landhaus überreicht

LH Pröll: Haben gelernt, immer ein Quäntchen mehr zu leisten

Der Sitzungssaal des NÖ Landtages in St. Pölten war heute Schauplatz einer Ehrenzeichen-Überreichung durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an verdiente Persönlichkeiten aus dem Bundesland Niederösterreich. Insgesamt überreichte der Landeshauptmann 34 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, fünf Gedenkmedaillen des Landes Niederösterreich sowie vier Berufstitel. Zudem wurden fünf Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich überreicht.

Die Welt sei in den letzen Monaten intensiv in Bewegung gekommen, erinnerte der Landeshauptmann in seiner Festrede an die Katastrophe in Japan und die Staaten in Nord-Afrika. „Alle diese Entwicklungen führen zu Unsicherheit, insbesondere auf wirtschaftlicher Ebene. Gerade diese Feierstunde soll sich von der allgemeinen Verunsicherung abheben und einen stabilisierenden Faktor darstellen", so Pröll. Diese Feierstunde trage wesentlich dazu bei, einerseits zu danken und andererseits bewusst zu machen, welche Leistung wir in der Vergangenheit erbracht haben. „Im Blick zurück kann man jene Kraft schöpfen, die wir auf dem Weg nach vorne brauchen", sagte der Landeshauptmann. 

Niederösterreich sei in den unmittelbaren Nachkriegsjahren vom Eisernen Vorhang umgeben gewesen und hatte dadurch viele Nachteile zu verkraften, so Pröll. Weiters erinnerte der Landeshauptmann auch an Naturkatastrophen und an den Beitrag Niederösterreichs zur Europäisierung dieses Kontinents. „Es gibt keine Region auf diesem Kontinent, wo sich so deutlich das Zusammenwachsen zwischen dem neuen und dem alten Europa entscheidet", erinnerte Pröll. „Angesichts dieser Positionierung haben wir gelernt, immer ein Quäntchen mehr zu leisten."

Gerade die aktuellen Herausforderungen im Bundesland Niederösterreich seien sehr konsequent gemeistert worden, so der Landeshauptmann. Aufgrund der Personalentscheidung auf Bundesebene sei es auch notwendig geworden, die Landesregierung neu zu besetzen, wobei sehr rasch, konsequent und kompetent gehandelt wurde, meinte Pröll. In Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs meinte der Landeshauptmann: „Es hat noch nie so viele unselbstständig Beschäftigte in Niederösterreich gegeben wie heute, man verzeichnet mit 564.000 Beschäftigten mittlerweile einen Rekord-Stand." Überdies gebe es bei der Arbeitslosigkeit seit 14 Monaten sinkende Zahlen, und für das Jahr 2011 werde Niederösterreich ein Wirtschaftswachstum von fast 2,5 Prozent prognostiziert, was auch auf das rechtzeitige Handeln und die Konjunkturpakete zurückzuführen sei. 

Ein besonderer Schwerpunkt werde heuer auf die Wissenschafts- und Forschungsoffensive gelegt, so Pröll weiter. Schon in den zurückliegenden Jahren habe Niederösterreich in diesen Bereich rund 300 Millionen Euro investiert, und in den kommenden Jahren werden weitere 400 Millionen Euro folgen, kündigte der Landeshauptmann an: „Wenn wir im internationalen Konkurrenzfeld bestehen wollen, dann müssen wir auf qualifizierte Arbeitskräfte setzen." Als wichtige Vorhaben führte der Landeshauptmann das Universitätszentrum in Tulln, das MedAustron-Projekt in Wiener Neustadt, das zweite Laborgebäude der Elite Universität in Klosterneuburg und die Privatmedizinuniversität in Krems an.

Ein weiterer Schwerpunkt sei auch der kulturpolitische Weg Niederösterreichs. „Eine Region mit einer aktiven kulturpolitischen Szenerie strahlt Innovationskraft und Ideenreichtum aus." In Niederösterreich müsse jeder Künstler und Erfinder eine Chance haben, sich zu entwickeln. Weiters sei Niederösterreich das Land der Freiwilligen. Rund 800.000 Landesbürger setzen sich für andere ein. Dieser Familiensinn sei mittlerweile eine tragende Säule geworden und das Freiwilligenwesen ein wesentlicher Begleiter auf dem Weg zur sozialen Modellregion.

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