05.04.2011 | 13:15

Kräftige Investitionen des Landes in Wachaubahn und Mariazellerbahn

LH Pröll: „Bessere Frequenz, mehr Qualität und mehr Chancen für die Regionen"

Das Land Niederösterreich wird 117 Millionen Euro in die Mariazellerbahn und 25 Millionen Euro in die Wachaubahn investieren. Das gaben Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Mag. Johann Heuras am heutigen Dienstag, 5. April, bekannt. Landeshauptmann Pröll: „Wir sichern damit nicht nur den Erhalt dieser Bahnlinien, sondern wir schaffen auch bessere Frequenz, mehr Qualität und mehr Chancen für die betreffenden Regionen." Wären diese Strecken in der Hand der ÖBB geblieben, seien diese Nebenbahnen heute „dem Tode geweiht", so Pröll im Zuge der Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten.

Die ÖBB hätten die Wachaubahn „nur mehr halbherzig" geführt und sie „vollkommen eingestellt", sagte der Landeshauptmann zur Ausgangslage der Wachaubahn. Seitens des Landes Niederösterreich werde nun eine „Wachaubahn neu" geschaffen, und zwar im Rahmen eines gesamten Mobilitätskonzeptes für die Wachau, das nicht nur eine touristisch genutzte Wachaubahn, sondern auch die in Form von Bussen geführte Wachaulinie umfasse. Der Start der neuen Wachaubahn erfolge bereits am 16. April, gab der Landeshauptmann weiters bekannt: „Insgesamt werden wir in den nächsten Jahren rund 25 Millionen Euro investieren."

„Es war ein trister Alltagsbetrieb" ohne Komfort und mit veraltetem Wagenmaterial, schilderte Pröll die Ausgangssituation bei der Mariazellerbahn. Das Land Niederösterreich werde die Mariazellerbahn „auf vollkommen neue Schienen stellen". Dadurch werde die Mariazellerbahn auch neue Impulse für die regionale Wirtschaft, für den Tourismus und für die Arbeitsplätze in der Region auslösen. „Bis zum Jahr 2014 werden wir hier rund 117 Millionen Euro investieren", informierte Pröll. Die Bergstrecke der Mariazellerbahn diene dabei der Konzentration auf den Tourismus, in der Talstrecke werde man sich auf den Pendlerverkehr konzentrieren. Der Start ist für 15. Mai geplant.

Landesrat Heuras informierte über die Details der Investitionen. Von den 25 Millionen Euro für die Wachaubahn fließen 20 Millionen in die Sanierung der Gleisinfrastruktur, weitere Mittel sind für Sicherungsmaßnahmen und den Ankauf von Garnituren vorgesehen. Von den 117 Millionen Euro für die Mariazellerbahn werden 65 Millionen Euro in neues Wagenmaterial investiert, weitere Gelder werden etwa für die Werkstätte Laubenbachmühle oder für die Infrastruktur der Strecke verwendet. Die ersten neuen Fahrzeuge würden bereits 2012 geliefert werden, die restlichen im Verlauf des Jahres 2013, so Heuras. Der Landesrat: „Wir erwarten 2011 rund 500.000 Fahrgäste, mittelfristig rechnen wir mit einer Steigerung auf rund 800.000 Personen."

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