21.03.2011 | 10:00

Mikl-Leitner: „Auch EGMR sagt: Kreuze dürfen in Schulen und Kindergärten bleiben"

„Aufhängen von Kreuzen verstößt nicht gegen Menschenrechtskonvention"

„Nach dem Erkenntnis des österreichischen Verfassungsgerichtshofs von dieser Woche, wonach das Anbringen von Kreuzen in Kindergärten zulässig ist, wird unser Weg der Vermittlung von christlichen Werten und Traditionen in unseren niederösterreichischen Kindergärten nun auch durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) untermauert", zeigt sich die für Familien zuständige Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner erfreut.

Das Urteil des EGMR bestätige, „dass das Aufhängen eines Kreuzes in Schulen nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention - und somit gegen Grundrechte wie Religions- und Gewissensfreiheit - verstößt", sieht sich Mikl-Leitner bestätigt: „Wir sehen das als klares Signal dafür, dass das Kreuz in unserem katholisch geprägten Land auch weiterhin seinen Platz in Bildungseinrichtungen haben muss."

„Für mich geht es vor allem um die Vermittlung von christlichen Werten und Traditionen in den Kindergärten und in allen anderen Bildungseinrichtungen. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit brauchen unsere Kinder und Jugendlichen mehr denn je Halt und Orientierung durch Werte. Und schon in den Kindergärten hat Kultur- und Wertevermittlung einen wichtigen Stellenwert. Kinder in niederösterreichischen Kindergärten sollen dabei die eigene christliche Kultur und die abendländische Tradition kennen lernen, schließlich gibt es in den NÖ Kindergärten rund 80 Prozent Christen, die rund 20 Prozent mit anderen Glaubensbekenntnissen oder ohne Bekenntnis gegenüber stehen. Und sie sollen natürlich auch erste Einblicke in andere Kulturen bekommen", so Mikl-Leitner.

In Niederösterreich lege man größten Wert auf Religionsfreiheit, betont die Landesrätin: „Aus diesem Grund ist auch im Kindergartengesetz verankert, dass ein Kreuz nur dann angebracht werden soll, wenn mehr als 50 Prozent der Kinder christlichen Glaubens sind."

„Im katholisch geprägten Niederösterreich halten wir auch in Zukunft christliche Traditionen und Bräuche hoch", so Mikl-Leitner abschließend.

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