16.03.2011 | 00:54

Grundsteinlegung für „Jahrhundertprojekt" MedAustron

LH Pröll: „Signal des Erfolgs, der Hoffnung und der Zukunft"

Bei der Grundsteinlegung: Geschäftsführer Dr. Martin Schima, Bürgermeister Bernhard Müller, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger (Aufsichtsratsvorsitzender), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesministerin Dr. Beatrix Karl und Geschäftsführer Dr. Bernd Mößlacher.
Bei der Grundsteinlegung: Geschäftsführer Dr. Martin Schima, Bürgermeister Bernhard Müller, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger (Aufsichtsratsvorsitzender), Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesministerin Dr. Beatrix Karl und Geschäftsführer Dr. Bernd Mößlacher.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Mit der Grundsteinlegung fiel am heutigen Mittwoch, 16. März, der offizielle Startschuss für die Umsetzung von MedAustron in Wiener Neustadt. Um rund 200 Millionen Euro wird ab sofort in Zusammenarbeit mit dem international anerkannten CERN-Institut ein Zentrum für Krebsforschung und Krebsbehandlung errichtet.

„Diese Grundsteinlegung ist eine Zäsur in der gesamten Entwicklung des Bundeslandes Niederösterreich", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge seiner Festrede. Für den Landeshauptmann sei der heutige Festakt „ein Signal des Erfolgs, ein Signal der Hoffnung und ein Signal der Zukunft". So werde heute „sichtbar und spürbar, dass dieser Standort in der Lage ist, international zu reüssieren", so Pröll. Weiters sei MedAustron ein Signal der Hoffnung für an Krebs erkrankte Menschen sowie ein „Signal der Zukunft", denn „die Zukunft in diesem Land sind rauchende Köpfe und nicht rauchende Schlote". Durch die Zusammenarbeit mit CERN werde weltweit führendes Know-how nach Niederösterreich gebracht, und damit passe MedAustron „punktgenau in die Strategie des Landes", verwies der Landeshauptmann auch auf die niederösterreichische Forschungs- und Wissenschaftsachse. Der Landeshauptmann: „Dort, wo Forschung ist, entsteht Fortschritt. Und dort, wo Forschung ist, entsteht Vorsprung."

„Bildung und Ausbildung sind der Nährboden, Wissenschaft und Forschung sind die Saat für Wachstum, Aufschwung und Arbeitsplätze", sagte Bundesministerin Dr. Beatrix Karl. Mit der Bildungs- und Wissenschaftsachse habe das Land sein eigenständiges Wissenschaftsprofil gestärkt, denn Niederösterreich verfüge über „eine hohe Qualität der Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen".

Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, der Aufsichtsratsvorsitzende von MedAustron, blickte auf die Entstehungsgeschichte des Projektes zurück und betonte: „Mit MedAustron helfen wir den Menschen, stärken den Standort und schaffen Arbeitsplätze."

Der Wiener Neustädter Bürgermeister Bernhard Müller sprach von einem „enormen Impuls für Wiener Neustadt" und einem „Zentrum der Hoffnung".

MedAustron ist zugleich Behandlungszentrum für die Tumortherapie und Forschungszentrum für die klinische und nichtklinische Forschung mit Ionenstrahlen. Im Vollbetrieb werden nach Fertigstellung pro Jahr rund 1.200 Patientinnen und Patienten behandelt werden können.

Nach der Grundsteinlegung wird nun mit Hochdruck auf der Baustelle gearbeitet. Schon Ende des Jahres soll die Errichtung abgeschlossen sein. Im kommenden Jahr wird mit den technischen Einbauten begonnen. Im Jahr 2013 soll der Probebetrieb anlaufen, ab 2015 sollen die ersten Patientinnen und Patienten in Wiener Neustadt behandelt werden.

Im Zuge des Festaktes wurden auch verdiente Persönlichkeiten geehrt. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die maßgebliche Mitwirkung zum Entstehen von MedAustron erhielten Prim. Dr. Thomas Auberger, Univ.Doz. Dir. Dr. Erich Griesmayer, Ministerialrat Prof. h. c. Dr. Peter Kowalski, Prim. Univ.Prof. Dr. Richard Pötter und Univ.Prof. Dir. Dr. Meinhard Regler neben einer Urkunde ein symbolhaftes Geschenk: einen Teil eines Probestückes jener Kammer, in der später die Teilchen für die Behandlung und Forschung bei MedAustron beschleunigt werden.

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