08.03.2011 | 11:40

LR Scheele informierte über Pollensaison 2011

„Niederösterreich trägt wesentlich zur Polleninformation bei"

Angesichts der Tatsache, dass beispielsweise Erle und Hasel in Niederösterreich gegenwärtig bereits in Blüte stehen und schon Ende dieser Woche mäßige bis starke Pollenbelastungen erwartet werden, informierten Landesrätin Mag. Karin Scheele und Primarius Univ.Prof. Dr. Franz Trautinger, Leiter der Abteilung für Haut- und Geschlechtskrankheiten am Landesklinikum St. Pölten, heute, 8. März, in den Räumlichkeiten des Landesklinikums St. Pölten über den Pollenwarndienst sowie generell über die Pollensaison 2011.

„Rund 20 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung und damit rund 300.000 Menschen in unserem Land sind von Allergien betroffen. Für diese Menschen stellt der Pollenwarndienst eine große Hilfe dar. Die Zugriffe auf die Homepage http://www.pollenwarndienst.at/ haben sich vervielfacht und auch die Möglichkeit des kostenlosen Newsletters nehmen immer mehr Menschen in Anspruch - waren es 2009 nicht einmal 500 AbonnentInnen, konnten 2010 bereits 900 gezählt werden", erklärte Scheele und hielt fest, dass Niederösterreich auch wesentlich zur Polleninformation in Österreich beitrage: „In unserem Land sind derzeit drei Pollenfallen stationiert - in Lunz am See, in Allentsteig und auf dem Dach des Landesklinikums St. Pölten. Damit kann die Pollenbelastung in den verschiedenen Regionen gemessen werden."

Hinsichtlich der diesjährigen Pollensaison betonte die Landesrätin, dass in rund drei Wochen Esche und Birke in Blüte stehen werden und - laut Berechnungen des Pollenwarndienstes - heuer in einigen Regionen Österreichs eine besonders starke Birkenpollensaison bevorstehen könnte. In rund 70 Tagen sei, so Scheele, mit dem Blühen diverser Gräser zu rechnen, in ca. 140 Tagen mit dem Blühen des Beifusses und Ragweed - auch Traubenkraut oder Ambrosia-Unkraut genannt - werde in etwa 160 Tagen in Blühbereitschaft sein. Da gerade die Ragweedpollen zu den stärksten Allergieauslösern zählen, werden gegen diese Pflanze in Niederösterreich konkrete Maßnahmen gesetzt. So werde diesbezüglich, wie Scheele ausführte, weiterhin mit den Straßenmeistereien zusammen gearbeitet, und es gebe etwa koordinierte Mähpläne entlang der Landstraßen oder auch Initiativen zum Ausreißen der Pflanze vor der Blüte. „Unsere Maßnahmen sowie die Informationsarbeit zur allgemeinen Achtsamkeit zeigen bereits Wirkung", sagte Scheele dazu.

Mit den so genannten Pollenfallen wird mit Hilfe eines Klebestreifens und rückwirkend jeweils über eine Woche gemessen, welche Pollen gerade in der Luft vorhanden sind. Nach der Auswertung der so ermittelten Daten können der Pollenwarndienst und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) dann Prognosen über den weiteren Verlauf der Pollensaison und die Belastungen abgeben. In St. Pölten wurde die Pollenfalle 2007 installiert.

Nähere Informationen: Büro LR Scheele, Telefon 02742/9005-12210, e-mail post.lrscheele@noel.gv.at.

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