24.02.2011 | 16:52

Diskussionsrunde im Vorfeld des 100. Internationalen Frauentages

Mikl-Leitner: Frauen sind in Medien noch immer unterrepräsentiert

Im Vorfeld des 100. Internationalen Frauentages, der am 8. März dieses Jahres stattfindet, luden die für Frauenfragen zuständige niederösterreichische Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner und die Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ (WK NÖ), Sonja Zwazl, zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Frauen in den Medien" nach St. Pölten. In diesem Rahmen diskutierten Medienvertreterinnen über die Präsenz und die Darstellung von Frauen sowohl in elektronischen Medien als auch in Printmedien und außerdem über die Publikumswirksamkeit von Frauen- und Gleichstellungsthemen. Von Landesrätin Mikl-Leitner wurden dazu auch Ergebnisse einer Studie der Donau-Uni Krems präsentiert, die in Kooperation mit dem Frauenreferat des Landes Niederösterreich durchgeführt worden war. „Die Präsenz von Frauen in Medien liegt nur bei 21 Prozent. Das ist zwar schon um vier Prozent höher als noch vor vier Jahren, ist aber trotzdem noch stark ausbaufähig."

Thematisch seien Frauen mit 42 Prozent am stärksten in den Bereichen Soziales, Bildung und Gesundheit medial vertreten, 23 Prozent würden Frauen in der politischen und wirtschaftlichen Berichterstattung ausmachen, 10 Prozent im Sport. „Frauen sind in unseren Medien noch immer stark unterrepräsentiert und werden auf bestimmte Rollenbilder festgelegt", brachte Mikl-Leitner die Studienergebnisse auf den Punkt.

WK NÖ-Präsidentin Zwazl merkte an, dass jedes dritte Unternehmen bereits von einer Frau geführt werde und dass von Frauen geführte Unternehmen seltener in Konkurs gingen, da Frauen sorgfältiger haushalten würden. Sie wünsche sich von der medialen Berichterstattung vor allem, dass Frauen im Bereich Wirtschaft vermehrt mit ihren unternehmerischen Ideen und Erfolgen dargestellt würden. „Denn für Frauen ist es schon lange selbstverständlich, in der Wirtschaft tätig zu sein, aber das Bild ist ein anderes", so Zwazl dazu.

Einig waren sich alle Diskutantinnen u. a. darüber, dass auf die Körperlichkeit der Frau reduzierte Darstellungen abzulehnen seien. Diese nur mit Frauen besetzte Diskussionsrunde soll in einem zweiten Schritt um männliche Medienvertreter erweitert werden, damit Frauen-, Familien- und Gleichstellungsthemen noch besser an die Frau - und an den Mann - gebracht werden können.

Nähere Informationen: Büro LR Mikl-Leitner, Mag. Susanne Schiller, Telefon 02742/9005-12626, e-mail susanne.schiller@noel.gv.at.

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