24.02.2011 | 11:29

Neue Strategie für den niederösterreichischen Bergtourismus

Bohuslav: Bergtourismus im Winter und im Sommer weiter attraktivieren

Landesrätin Dr. Petra Bohuslav informierte heute, Donnerstag, 24. Februar, in St. Pölten über die Gründung der so genannten „NÖ Bergbahnen Beteilungsgesellschaft", die eine 100-Prozent-Tochter der Wirtschaftsagentur ecoplus ist und über die sich das Land Niederösterreich künftig an den touristischen Bergbahnstandorten Annberg, St. Corona und Mönichkirchen beteiligen wird.

„Das Land Niederösterreich hat damit Maßnahmen gesetzt, um den Bergtourismus sowohl im Winter als auch im Sommer weiter zu attraktivieren. Gleichzeitig übernimmt Niederösterreich regionalpolitische Verantwortung für Regionen, deren wirtschaftliche Entwicklung eng an die zukünftigen Entwicklungschancen im touristischen Bergangebot geknüpft ist. Es geht dabei um eine regionalwirtschaftliche Wertschöpfungskette, die sich über Bergbahnen, Skischulen, Skiverleihe, Gastronomie usw. spannt und über 1000 Arbeitsplätze sichert", so Bohuslav.

Der Gründung der „NÖ Bergbahnen Beteilungsgesellschaft" vorausgegangen war eine Analyse, bei der aus insgesamt 45 heimischen Bergbahnen bzw. Liftanlagen sieben Standorte eruiert wurden, die den vier Kriterien „touristische Relevanz", „mikroklimatische Ausgangssituation", „betriebswirtschaftliches Potenzial" und „naturräumliche Voraussetzungen" entsprachen. Diese sieben Standorte - Hochkar, Ötscher, Annaberg, Semmering, St. Corona, Mönichkirchen und Mitterbach - wurden in der Folge auf ihre regionalwirtschaftlichen Effekte hin untersucht. Dabei ergab sich, dass an sechs der sieben genannten Standorte weitere wichtige Kriterien erfüllt wurden. Um die Potenziale dieser Standorte langfristig abzusichern bzw. weiter auszubauen, empfahl die Studie schließlich, den Standorten Hochkar, Ötscher, Semmering, Annaberger Lifte, Bergbahnen St. Corona und Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee professionelle Unterstützungsangebote zu unterbreiten und damit die Möglichkeit einer Landesbeteiligung in Form der „NÖ Bergbahnen Beteiligungsgesellschaft" zu bieten.

Bisherige Verhandlungen ergaben, dass sich das Land Niederösterreich über die neue Beteiligungsgesellschaft, die eine 100-Prozent-Tochter der Wirtschaftsagentur ecoplus ist, künftig an den Bergbahnstandorten Annaberger Lifte, Bergbahnen St. Corona und Mönichkirchen-Mariensee beteiligen. Mit den drei übrigen Standorten Ötscher, Hochkar und Semmering laufen noch Gespräche, für den Standort Mitterbach sind Sondergespräche geplant. „Mit diesem Schritt können wir dem Nahversorgungsauftrag nachkommen und auch die Jugend zum Sport bzw. zum Skifahren bringen", betonte Bohuslav.

Die Studie wurde im Winter 2009/2010 durchgeführt. Es wurden dabei 4.670 Befragungen durchgeführt, 76 Prozent dieser Befragungen erfolgten jeweils vor Ort, 24 Prozent online. Die Studie ergab u. a., dass es sich bei 52 Prozent der Gäste um Tagesgäste und bei 33 Prozent um Nächtigungsgäste handelt, 53 Prozent der Gäste aus Österreich und 31 Prozent aus Ungarn stammen, pro Schitag durchschnittlich rund 75 Euro ausgegeben werden oder auch, dass die Gesamt-Wertschöpfung bei rund 24 Millionen Euro liegt, die der Bergbahnen allein bei rund 4 Millionen Euro. Die Zahl der hier gesicherten Arbeitsplätze beläuft sich auf rund 1.100. Als Vorteile der untersuchten Standorte nannten die Befragten u. a. die gute Erreichbarkeit, die geringen Wartezeiten sowie die Familienfreundlichkeit. Dementsprechend konnte auch ein überproportional hoher Anteil an Familien und Ski-AnfängerInnen festgestellt werden, die auch künftig als primäre Zielgruppen gelten sollen. Die Zukunft dieser Standorte liegt laut Studie außerdem bei den Tagesgästen und Kurzaufenthalten sowie im Nahmarkt Österreich und bei den östlichen Nachbarn, insbesondere bei Tschechien.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 902742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at.

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