08.02.2011 | 10:17

„Imago Dei" spürt heuer dem „Prinzip Hoffnung" nach

Kremser Festival für alte und zeitgenössische Musik ab 2. April

„Imago Dei", das renommierte Kremser Festival für alte und zeitgenössische Musik, greift jährlich unterschiedliche Themen zum Osterritual auf. Heuer wird vom 2. bis 25. April dem „Prinzip Hoffnung" nachgespürt, an acht Festivaltagen geben dabei Veranstaltungen mit zeitlos gültiger Musik aus verschiedenen Ethnien, Stilen und Religionen sowie zwei Podiumsgespräche Denkanstöße und Anregungen zu diesem Thema.

Hauptveranstaltungsort ist wie immer der Klangraum Krems in der frühgotischen Minoritenkirche, dazu gesellen sich diesmal eine Schifffahrt mit dem historischen Raddampfer „Schönbrunn" nach Weißenkirchen am Palmsonntag sowie das Abendprogramm ergänzende Filme im Kino im Kesselhaus der Österreichischen Filmgalerie am Campus der Donau-Universität am 2. und 17. April.

Beim Eröffnungskonzert am 2. April präsentiert der Estonian Philharmonic Chamber Choir Werke von Arvo Pärt und Erkki-Sven Tüür; eine Woche später ist das Gurdjieff Folk Instrument Ensemble feat. Anna Mayilyan mit spiritueller Musik aus Armenien zu Gast im Klangraum (9. April). Am 15. April leitet ein Podiumsgespräch mit Adolf Holl und Burkhard Schmidt zu „Utopie Musik: Weltflucht oder Trost?" den Konzertabend mit Musik von György Kurtag, interpretiert von der Geigerin Patricia Kopatchinskaja, ein.

Unter dem Titel „Canto" konzipierten Angélica Castelló, Lucia Pulido, Martin Siewert, Christian Fennesz und Burkhard Stangl für 16. April einen Abend mit Klanggedichten aus breiten elektroakustischen Spuren und intimen Klang-Passagen, die auf lateinamerikanischen Liedern und dem „Opus Magnum" von Pablo Neruda basieren. Am Palmsonntag, 17. April, sind auf der „Schönbrunn" Extra Virgine, Teofilovic Twins und Boesze:Fuchs:Noid an Bord; zu hören gibt es dabei auch die Uraufführung von Peter Jakobers „In/Visibile (Quasi un monologo circulare)". Am Abend desselben Tages führt die gehörlose Perkussionistin Evelyn Glennie im Klangraum Krems gemeinsam mit Fred Frith, Altmeister der Avantgarde, auf eine Reise durch die Welt der Bilder und Klänge.

Der Gründonnerstag, 21. April, steht ganz im Zeichen Helmut Lachenmanns: Nach einem Gespräch zum Thema „Komponieren als Ausdruck von Hoffnung", das Jürg Stenzl mit Helmut Lachenmann führen wird, folgt ein Querschnitt aus seinem Werk. Am 22. April spielt das französische Alte-Musik-Ensemble Le Poème Harmonique passend zum Karfreitag Francois Couperins „Leçons de Ténèbres". Am Ostermontag, 25. April, endet schließlich „Imago Dei 2011" mit dem „Osteroratorium" von Johann Sebastian Bach in einer Interpretation der Capella Musica Sacra und des Chorus Musica Sacra Krems.

Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten unter 02732/90 80 33, e-mail tickets@klangraum.at und http://www.klangraum.at/.

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