27.12.2010 | 00:14

Programm der NÖ Festivals 2011

Von „Imago Dei" bis „Kontraste Krems"

Das Programm der NÖ Festivals 2011 beginnt mit „Imago Dei", dem Festival für alte und zeitgenössische Musik, das traditionell unterschiedliche Themen zum Osterritual aufgreift. Nächstes Jahr steht „Imago Dei" vom 2. bis 25. April an acht Veranstaltungstagen unter dem Motto „Prinzip Hoffnung"; bereits das Eröffnungskonzert mit Werken von Arvo Pärt und Erkki-Sven Tüür präsentiert mit dem Estonian Philarmonic Chamber Choir einen der besten Chöre der Welt.

Weitere Programmhighlights von „Imago Dei 2011" sind traditionelle armenische Musik mit dem Gurjieff Folk Instrument Ensemble, ein Podiumsgespräch mit Adolf Holl und Burkhard Schmidt zu „Utopie Musik: Weltflucht oder Trost?", die Geigerin Patricia Kopatchinskaja mit György Kurtags „Kafka Fragmenten", ein Abend mit elektronischer und akustischer Musik, Gesang und Tanz auf Basis lateinamerikanischer Cantos, eine musikalisch begleitete Schifffahrt mit dem Nostalgiedampfer „Schönbrunn" zu einem Konzert in der Wachau, „Touch the sound" mit Evelyn Glennie und Fred Frith, eine Personale von und mit Helmut Lachenmann, das französische Alte-Musik-Ensemble Le Poème Harmonique mit Francois Couperins „Leçons de Ténèbres" sowie das Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach mit der Capella Musica Sacra und dem Chorus Musica Sacra Krems.

Das „Donaufestival" stellt in seiner siebenten Ausgabe nach der Neupositionierung an zwei verlängerten, dicht programmierten Wochenenden vom 28. April bis 7. Mai künstlerische und gedankliche Netzwerke in den Mittelpunkt. Die Bandbreite reicht dabei von bildender Kunst und Performance (mit Arbeiten von Ole Aselman u. a.) sowie neuen multimedialen Theaterformen (Monika Gintersdorfer/Knut Klassen, Giselle Vienne etc.) über musiktheatralische Installationen (Carla Bozulich) bis hin zu KünstlerInnen, die als Knotenpunkte von Netzwerken fungieren (Ben Frost, Owen Pallett u. a.)

Für den „Klangraum Krems Minoritenkirche" (28. Mai bis 3. Juli) ist eine 16-kanalige Klanginstallation mit Flächenobjekten aus Glas und Metall von Michael Moser geplant, die sich unter dem Titel „Resonant Cuts" mit der Architektur und dem Klang des Kirchenraumes auseinandersetzt. Dazu wird der Kapitelsaal zum integrativen Bestandteil der Installation „Vibes" des kanadischen Klangkünstlers Jean-François Laporte.

„Glatt & verkehrt", Österreichs renommiertes Festival für traditionelle und zeitgenössische ethnische Musik, bringt von 9. bis 31. Juli u. a. Klänge aus Mexiko, Ostafrika, Korea, Litauen sowie einen Themenschwerpunkt „Body & Sound" mit der brasilianischen Gruppe Barbatuques. Derzeit ebenfalls geplant: „Soundpoetry" mit Attwenger, die orientalische Liebesgeschichte „Leila und Madschnun" mit Anne Bennent, Otto Lechner und MusikerInnen aus Marokko, Tunesien, Palästina und Österreich, ein neues Projekt von Mulatu Astatke, dem Vater des Ethno-Jazz, der mexikanische Stimmakrobat Juan Pablo Villa, Yemen Blues, Lila Downs u. v. a.

„Kontraste Krems" schließlich, das Festival für spartenübergreifende Klangexperimente, zeitgenössische Musik und anverwandte Kunstformen, wird 2011 erstmals von einem sechsköpfigen Team des Amsterdamer Festivals „Sonic Acts" unter der Leitung der in Krems geborenen, internationalen Produzentin und Kuratorin  Annette Wolfsberger und des niederländischen Künstlers und Kurators Lucas van der Velden geleitet (14. bis 16. Oktober).

Nähere Informationen und Karten bei der NÖ Festival GesmbH. unter 02732/90 80 33, e-mail tickets@noe-festival.at bzw. http://www.klangraum.at/, http://www.donaufestival.at/, http://www.glattundverkehrt.at/ und http://www.kontraste.at/.

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