17.12.2010 | 00:35

Landeskliniken haben eine hohe regionalwirtschaftliche Bedeutung

Sobotka: Dezentral aufgestellte Kliniken arbeiten effizienter

Bei einer Pressekonferenz in Wien informierten heute, Freitag, 17. Dezember, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Univ.Prof. Dr. Gottfried Haber von der Universität Klagenfurt über die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Landeskliniken und die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich. Im heurigen Jahr wurden alle Spitalsstandorte evaluiert und auf ihre volkswirtschaftlichen Effekte untersucht.

„In den 27 niederösterreichischen Landeskliniken sind 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Einkauf, Reparaturen, Wartungsarbeiten, Instandsetzungsmaßnahmen, aber auch der Konsum der beschäftigten Personen tragen dazu bei, dass der Beschäftigungseffekt durch die niederösterreichischen Spitäler bei 44.000 Personen liegt", so Haber. Die Wertschöpfungskette durch Einkäufe und Investitionen reiche über mehrere Stufen durch die gesamte Volkswirtschaft. „Pro einer Million Euro eingesetzter Mittel werden 43 Vollzeitposten geschaffen bzw. abgesichert", betonte Haber zum gesamtwirtschaftlichen Nutzen der NÖ Krankenanstalten.

Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka nannte es eine wesentliche Aufgabe, die niederösterreichische Kliniklandschaft objektiv analysieren zu lassen, um den Beweis antreten zu können, dass alle 27 Spitalsstandorte in Niederösterreich notwendig seien. Ebenso könne u. a. durch die Qualitätshandbücher und Patientenumfragen der Beweis angetreten werden, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich internationalem Standard entspreche. Das Ergebnis der Studie „Einfluss eines Krankenhauses auf die regionale Beschäftigung und Wertschöpfung" habe ergeben, dass die Spitalsstruktur transparent sei und dazu geeignet sei, den Menschen die bestmögliche Gesundheitsversorgung anzubieten. Überdies seien die Spitäler gewaltige Wirtschaftsmotoren für die Region und das Land selbst, so Sobotka. Die geringe Steigerung bei den Gesundheitskosten von 0,88 Prozent im letzten Jahr zeige, dass die Synergien, die sich durch die Landesklinikenholding ergeben hätten, genutzt werden konnten. Die IT-Organisation, der Einkauf und das Bauwesen hätten sich außergewöhnlich erfolgreich entwickelt, meinte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

„Klein und dezentral aufgestellte Kliniken, die gut strukturiert sind und keine Doppelgleisigkeiten aufweisen, versorgen die Menschen wesentlich effizienter und günstiger als eine zentralisierte Gesundheitsversorgung", sagte Sobotka. „Durch die niederösterreichischen Spitäler bleiben 1,3 Milliarden Euro in den Regionen, obwohl das Land Niederösterreich und die Gemeinden nur einen Anteil von 850 Millionen Euro leisten." Überdies hätten die Landeskliniken wesentlich dazu beigetragen, die Konjunktur zu stabilisieren und die Kaufkraft in Niederösterreich zu stärken.

Nähere Informationen: Büro LHStv. Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

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