16.11.2010 | 09:23

Feierlicher Ausklang des Landesfeiertages in Grafenegg

LH Pröll: „Die Liebe zur Heimat weiter entwickeln"

Die literarische Gestaltung des festlichen Abends in Grafenegg übernahm der Schauspieler Adi Hirschal.
Die literarische Gestaltung des festlichen Abends in Grafenegg übernahm der Schauspieler Adi Hirschal.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Mit dem Gedenken an den vor kurzem verstorbenen Landeshauptmann a. D Andreas Maurer begann am gestrigen 15. November der festliche Abend zum Landesfeiertag in Grafenegg. „Andreas Maurer hat diesem Land viel gegeben - Errungenschaften, aber auch Werte und Orientierungen", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zu Beginn seiner Festansprache.

In der von Modernisierung und Individualisierung geprägten Gesellschaft von heute zähle „immer mehr das ich und immer weniger das wir", stellte Landeshauptmann Pröll in seiner Rede fest. Als Antwort auf derartige Tendenzen brauche es eine Gesellschaft, in der auf Ausgleich und Ausgewogenheit mehr Wert gelegt werde, so Pröll. „Nur das hat Zukunft, was Brücken baut", betonte der Landeshauptmann, auch wenn Ausgleich „nicht Gleichmacherei" bedeute, sondern „Ausgleich verlangt Leistungskraft, Leistungsbereitschaft und Leistungswillen", denn „nur was vorher erbracht wurde, kann nachher verteilt werden."

Weiters gelte es, für eine Gesellschaft einzutreten, „in der das Ehrenamt und die Freiwilligkeit ihren Platz haben". Niederösterreich sei „ein guter Boden für das Ehrenamt und die Freiwilligkeit", verwies der Landeshauptmann auf rund 3,4 Millionen geleistete Wochenstunden von Freiwilligen in Niederösterreich. „Das entspricht einem Arbeitsvolumen von 97.000 Vollzeit-Beschäftigten", so Pröll. Der Landesfeiertag solle daher auch „Startschuss und Versprechen" zugleich sein: „Wir wollen das kommende internationale Jahr der Freiwilligkeit dazu nutzen, um Niederösterreich als Land der Freiwilligen weiter zu entwickeln".

„Wir müssen für eine Gesellschaft eintreten, in der sich die Liebe zur Heimat entwickeln kann", appellierte Pröll weiters, „sich zu Herkunft, Geschichte und Tradition zu bekennen". Liebe zur Heimat bedeute auch „Vertrauen in die kleine, überschaubare Einheit", denn „föderal heißt regional und regional heißt bürgernah". Der Landeshauptmann abschließend: „Wir tun gut daran, auf dieser Brücke des Vertrauens dafür zu sorgen, dass sich die Liebe zur Heimat weiter entwickeln kann. Denn diese Liebe beflügelt zu Spitzenleistungen und sie verbindet auch in schwierigen Zeiten."

Musikalisch begleitet wurde der diesjährige festliche Abend in Grafenegg vom Jugendsinfonieorchester Niederösterreich mit dem Dirigenten und Solisten Ernst Kovacic. Gespielt wurden u. a. Werke von Gustav Mahler und Johannes Brahms. Adi Hirschal oblag die literarische Gestaltung, der Schauspieler las „Laotse in Gösing - Bemerkungen über die Liebe".

 

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