07.10.2010 | 09:49

Spitäler haben wichtige Rolle in den Regionen

Sobotka: Rasche Erreichbarkeit und Spitzenqualität müssen gegeben sein

„Auf der Basis eines österreichweiten Strukurplans für Gesundheit werden nun regionale Strukturpläne entwickelt, die sich mit den fünf Gesundheitsregionen in Niederösterreich decken", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka gestern Abend, 6. Oktober, bei einer Pressekonferenz im Landesklinikum Stockerau. „Dabei werden die Versorgungsangebote in den niederösterreichischen Kliniken bekannt gegeben, aber auch medizinische und pflegerische Leistungen in den Ordinationen, in den Ambulatorien der Kassen und den medizinischen Instituten", meinte Sobotka.

Damit ergebe sich eine gute Übersicht, wer in welcher Organisationstiefe für die Gesundheitsversorgung verantwortlich sei, was auch die Abstimmung mit dem Bund erleichtere, erklärte Sobotka, wobei Niederösterreich seine Aufgaben mit der Übernahme der Gemeindespitäler und der Gründung der Landesklinikenholding ohnedies schon erfüllt habe.

„Niederösterreich hat sich schon in der Vergangenheit immer zu einer so genannten abgestuften Versorgung bekannt", betonte Sobotka und wies auch darauf hin, dass „in Niederösterreich an jedem Spitalsstandort Spitzenmedizin angeboten wird, aber nicht jedes Klinikum alles macht." Dadurch komme es zu Konzentrierungen und Schwerpunktsetzungen in einzelnen Spitälern, wobei Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung den bundesgesetzlichen Grundlagen entsprechen müssen. Damit erinnerte der Landeshauptmann-Stellverteter an die Verpflichtung, bei einer Einwohnerzahl zwischen 50.000 und 90.000 eine Grundversorgungseinrichtung anbieten sowie eine Erreichbarkeit eines Spitals für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von 30 Minuten gewährleisten zu müssen. Daher gebe es eine abgestufte Versorgung mit Grundversorgungshäusern, Schwerpunkthäusern bzw. Zentralkliniken.

Im Hinblick auf die regionale Bedeutung der Landeskliniken merkte der Landeshauptmann-Stellverteter an: „Für jeden Klinikstandort in Niederösterreich wurde die volkswirtschaftliche Bedeutung erhoben. Das betrifft die so genannte Bruttowertschöpfung und die Zahlen, wie viele Arbeitsplätze direkt und indirekt gesichert werden." Das Spital in Klosterneuburg hat eine Wertschöpfung von 23,9 Millionen Euro, Korneuburg von 30,2 Millionen Euro und Stockerau von 20,8 Millionen Euro. Korneuburg sichert 606 Arbeitsplätze, Stockerau 705 und Klosterneuburg 649 Arbeitsplätze, verwies der Landeshauptmann-Stellvertreter abschließend auf den Wirtschaftsfaktor der Häuser und die volkswirtschaftliche Bedeutung.

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221.  

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