27.09.2010 | 10:27

NÖ und Südtirol kämpfen gemeinsam um künftige EU-Regionalförderungen

LH Pröll und LH Durnwalder bekräftigen Zusammenarbeit in EU- und Wirtschaftsfragen

Das gemeinsame Vorgehen der beiden Regionen Südtirol und Niederösterreich in Sachen EU-Regionalförderungen war bestimmendes Thema eines Arbeitsgespräches von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll mit seinem Südtiroler Amtskollegen Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder am vergangenen Freitag, 24. September, in Bozen. „Wir sind in der entscheidenden Phase, wo es darum geht, Geld aus Brüssel in die Regionen zu holen", so Pröll nach dem Gespräch. Durnwalder sprach ebenfalls von einer wichtigen Initiative der Regionen. „Wenn der Geldfluss aus Brüssel abgebrochen wird, dann besteht die Gefahr, dass einzelne Regionen in ihrer Entwicklung zurückfallen."

Südtirol habe von Anfang an die Initiative Niederösterreichs unterstützt, gemeinsam in Brüssel aufzutreten, dass bei einer Neuregelung der EU-Regionalförderkulisse ab dem Jahr 2014 weiterhin Geld für die Entwicklung ländlicher Gebiete zur Verfügung steht. „Mittlerweile haben sich 134 von 172 in Frage kommenden Regionen zusammengetan", so Pröll, der am 7. Oktober bei einem Besuch in Brüssel die Forderungen dieser Regionen an die EU-Kommission übergeben wird. „Am Ende erwarte ich mir Geld von Brüssel für die europäischen Regionen", so Pröll.

Zweiter Schwerpunkt der Unterredung war die wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder, insbesondere in der Forschung und Entwicklung. Durnwalder bezeichnete Niederösterreich als „führend" auf diesem Gebiet. Als konkreten Bereich künftiger Kooperationen nannten die beiden Landeshauptmänner den gesamten Holz-, Energie- und Umwelt-Cluster. „Holz ist ein nachwachsender umweltfreundlicher Rohstoff, der in Zukunft noch vermehrt genutzt werden soll", so Pröll. Der Besuch in Südtirol solle daher „helfen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Niederösterreich und Südtirol zusammenzuführen, damit sie gegenseitig Erfahrungen und Know-how austauschen können", so Pröll, der im Anschluss an das Arbeitsgespräch mit Durnwalder eine Wirtschaftspräsentation der ecoplus zum Thema „Holzcluster" in Bozen besuchte.

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