25.08.2010 | 09:50

„Hunnenfest" im Urgeschichtemuseum in Asparn an der Zaya

Reiterbogenschützen, traditionelle Musik und Jurtenlager

Weil sich zwar unzählige Mythen und Legenden um Attila und seine gefürchteten Reiter aus den weiten Steppen Zentralasiens ranken, über die hoch stehende Kultur der Hunnen, die im Einklang mit der Natur lebten und über ausgezeichnete handwerkliche Fähigkeiten verfügten, aber nur sehr wenig allgemein bekannt ist, will man im Urgeschichtemuseum Niederösterreich in Asparn an der Zaya mit einem „Hunnenfest" beide Seiten des Reitervolkes zu neuem Leben erwecken.

Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. August, werden Reiterbogenschützen zeigen, welche Geschicklichkeit für den Kampf vom Pferd erforderlich ist. Sie demonstrieren, mit welch tödlicher Präzision die Reiterscharen einst über Europa hereingebrochen sind: Im Galopp wird mit Pfeil und Bogen auf bewegliche Ziele geschossen, wobei in der Kampfdarstellung auch Brandpfeile verwendet werden.

Dazu gibt es jeweils von 10 bis 18 Uhr traditionelle Musik der mongolischen Gruppe Sedaa mit ihrem berühmten Kehlkopfgesang und des ungarischen Trommlerensembles Szilaj Dobkör. Darüber hinaus sorgen viele Mitmach-Stationen mit Spielen wie jenem mit Shagai-Knöchelchen oder Aktivitäten wie Bogenschießen, Filzen und Töpfern, Speer und Lasso werfen für Unterhaltung für die ganze Familie.

Ein Jurtenlager zeigt, wie die Bewohner der Steppe bis heute leben. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf das einstige germanische Leben gelegt, wobei man den „historischen" Handwerkern beim Bogenbau, bei der Lederbearbeitung, Glasverarbeitung etc. über die Schulter blicken kann. Ein vielfältiges Marktangebot mit altem Kunsthandwerk und Naturprodukten umrahmt das Fest.

Nähere Informationen beim Urgeschichtemuseum Niederösterreich unter 02577/841 80, MMag. Renate Hege, e-mail renate.heger@urgeschichte.at und http://www.urgeschichte.at/.

 

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