16.08.2010 | 10:51

Halbjahresbilanz der Regionalförderung in Niederösterreich

Bohuslav: 58 Projekte mit 21,6 Millionen Euro unterstützt

Von Anfang Jänner bis Ende Juli wurden heuer vom Land Niederösterreich 58 Projekte aus Mitteln der ecoplus Regionalförderung unterstützt. Das Investitionsvolumen dieser Projekte beträgt 49,3 Millionen Euro, das Fördervolumen 21,6 Millionen Euro.

„Wir unterstützen mit Hilfe der ecoplus Regionalförderung laufend innovative und qualitätsorientierte Projekte, welche die Stärken der Regionen nutzen und nachhaltig Einkommen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen", betont dazu Landesrätin Dr. Petra Bohuslav.

So habe sich etwa die Region Wiener Neustadt in den letzten zehn Jahren zu einem Vorzeige-Technologiestandort in Niederösterreich entwickelt. „Aushängeschild ist das Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Wiener Neustadt, wo aufgrund der sehr hohen Auslastung bereits die vierte Ausbaustufe projektiert wird", so die Landesrätin.

Durch den Ausbau des TFZ-Standortes entstehen weitere 4.250 Quadratmeter vermietbare Fläche. Mit dem Bau wird im Herbst dieses Jahres begonnen, die Fertigstellung ist bis Ende 2011 vorgesehen. „Wir schaffen damit weitere 50 Arbeitsplätze in Wiener Neustadt. Die Baukosten werden 15,5 Millionen Euro betragen, die aus ecoplus Regionalförderungen und EU-Kofinanzierungsmitteln bestehen", sagt Bohuslav.

Auch die Unterstützung von Betriebsgebieten ist ein wesentlicher Teil der ecoplus Regionalförderung. „Im Perschlingtal wurde im Juli die Förderung des interkommunalen Betriebsgebietes beschlossen, die Projektkosten betragen etwa 401.000 Euro", sagt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.

Die ecoplus Regionalförderung fördert auch regionale Energiekonzepte. Heuer wurden bereits für die LEADER-Region Donauland-Traisental-Tullnerfeld, die LEADER-Region Mostviertel-Mitte und die LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald regionale Energiekonzepte beschlossen. „Es konnten dabei auch wieder EU-Kofinanzierungsmittel ausgeschöpft werden", erinnert die Landesrätin.

Im Zuge der Elektromobilitätsoffensive des Landes Niederösterreich startete im Frühjahr in der Wachau ein für Österreich einzigartiges Pilotprojekt. Alle Ausflugsziele können nun ohne eigenes Auto, dafür umweltfreundlich mit E-Fahrrad, E-Scooter und Segway, erreicht werden. Stromtankstellen und die entsprechende Infrastruktur stehen in der gesamten Region zur Verfügung.

Die Attraktivierung touristischer Regionen mit Hilfe der ecoplus Regionalförderung war auch im ersten Halbjahr 2010 ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt der Wirtschaftsagentur ecoplus. Gutes Beispiel dafür ist die Optimierung des Donauradweges. Die über 250.000 Ausflugsgäste aus dem In- und Ausland bringen insgesamt mehr als 5,7 Millionen Euro Umsatz in die Region. Im Zuge der ecoplus Regionalförderung wird der Donauradweg laufend optimiert, Anfang Juli wurde ein entsprechendes Paket auf Initiative von Landesrätin Bohuslav in der NÖ Landesregierung beschlossen. „Im Zuge dieses 355.000 Euro-Vorhabens wird der Radweg verbreitert, die Schutzgeländer erhöht und damit die Attraktivität gesteigert. Schließlich ist der Radtourismus einer der touristischen Schwerpunkte in Niederösterreich", erklärt die Landesrätin.

Im Weinviertel werden mit Hilfe externer Tourismus- und Weinexperten alle Angebote professionell aufbereitet. Im Rahmen eines weiteren Projekts geht die Weinviertler Weinstraße in die Marketing Offensive, um ihren Bekanntheitsgrad weiter zu stärken. Insgesamt werden für diese beiden Initiativen unter Einbindung von EU-Kofinanzierungsmitteln über 35.000 Euro aufgewandt.

Auch im Waldviertel wird diese Verknüpfung vorangetrieben. So wurde hier die Initiative „Geschmack Waldviertel" gestartet. Die Region bietet eine Vielzahl an Produkten wie den Graumohn, die Erdäpfel oder den Karpfen an. Veranstaltungen wie der Armschlager Mohnkirtag oder das Abfischfest bei Heidenreichstein gelten als touristische Fixpunkte. Mit Hilfe einer neuen Initiative werden nun eigene Genusspakete für Touristen geschnürt. „Geschmackreisen in die Region, Experimentierworkshops mit Köchen oder die Entwicklung einer eigenen Waldviertler Küche sollen noch mehr Touristen in die Region bringen. Aus EU-Kofinanzierungsmitteln werden hier knapp 500.000 Euro investiert", so Bohuslav.

Ein weiterer Schwerpunkt im Waldviertel ist die Etablierung des Jugendtourismus. Bestes Beispiel dafür ist der Ausbau des Jugendgästehauses Sallingstadt, pro Jahr werden hier bis zu 7.500 Nächtigungen verzeichnet. Mit Projektkosten von 347.000 Euro werden ein eigener Chill-Out Bereich und ein neu adaptierter Aufenthaltsraum für die Gäste errichtet.

Im Mostviertel wiederum errichtet das Land Niederösterreich auf der aufgelassenen Bahnstrecke zwischen Ruprechtshofen und Wieselburg auf einer Länge von elf Kilometern eine Fahrrad-Draisinenbahn. Die Projektkosten betragen hier über 371.000 Euro.

Nähere Informationen: ecoplus, Mag. Gregor Lohfink, Telefon 02742/9000-19616, e-mail g.lohfink@ecoplus.at, http://www.ecoplus.at/, Büro LR Bohuslav, Mag. Lukas Reutterer, Telefon 02742/9005-12026, e-mail lukas.reutterer@noel.gv.at.

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