16.08.2010 | 08:03

Caritas-Wohnhaus in Mühlbach am Manhartsberg eröffnet

Pröll: Vom Weg der sozialen Modellregion nicht abbringen lassen

In Mühlbach am Manhartsberg wurde gestern, 15. August, in Anwesenheit von Caritasdirektor DDr. Michael Landau und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll ein neues Wohnhaus für Menschen mit besonderen Bedürfnissen eröffnet. Das Gebäude mit neun Einzelwohneinheiten wurde mit Kosten von 1,2 Millionen Euro in einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr errichtet. Auf dem selben Areal gibt es als zweite Einrichtung der Caritas die Tagesstätte „Haus Leopold", die derzeit 24 Menschen mit Behinderung in drei Werkgruppen beschäftigt.

„Der heutige Tag ist für die Bewohner des Wohnheims wie auch für die gesamt Region von unersetzbarem Wert, da dieses Projekt das ganze Land als soziale Region auszeichnet", betonte Pröll. „Dieser Festakt findet in einer Zeit statt, in der technisch vieles machbar und wirtschaftlich vieles leistbar ist, in der aber das Zusammenleben der Menschen immer schwieriger wird." Parallel dazu werde es auf Grund der internationalen Turbulenzen finanziell knapper und auch menschlich wieder härter.

Eine zukunftsträchtige Gesellschaft könne es aber nur dort geben, wo auch jenen geholfen werde, die mit dem Erfolg und dem Materialismus nicht mitkommen, so Pröll weiter. Wichtig sei, diesen Menschen die Hand zu reichen und teilhaben zu lassen am Erfolg unserer Gemeinschaft. Damit entstehe auch die Verantwortung, sich in Niederösterreich vom Weg der sozialen Modellregion nicht abbringen zu lassen, damit auch in Zukunft die Währung „Herz" wichtiger bleibe als die Währung „Geld".

Als erfolgreiches Beispiel der sozialen Modellregion hob der Landeshauptmann insbesondere die NÖ Dorferneuerungsbewegung hervor, die sich in den letzten Jahren über die optische Verschönerung der Orte bzw. den Erhalt der Lebensqualität weiter entwickelt habe. Die NÖ Dorferneuerung sei mittlerweile um eine soziale Komponente erweitert worden und werde in allen Regionen des Landes zu einem sozialen Netzwerk mit tausenden Freiwilligen ausgebaut, so Pröll. Die Bedeutung der NÖ Dorferneuerung für das Land könne man auch bei diesem Caritas-Wohnhaus verspüren, das den Bewohnern Hoffnung und Entfaltungsmöglichkeit gebe und den Nimbus der Zuversicht ausstrahle. „Dem Bundesland Niederösterreich ist es wichtig, dass die Menschen dort ihr Leben verbringen können, wo sie verwurzelt sind und wo sich wohl fühlen."

In Bezug auf die jüngsten Unwetter betonte der Landeshauptmann den für Niederösterreich wichtigen Familiensinn, der in den letzten Jahren und Jahrzehnten oft auf die Probe gestellt wurde. Pröll erinnerte dabei auch an die negativen Folgen des Zweiten Weltkrieges und des Eisernen Vorhangs für Niederösterreich. Wenn man auch weiter so zusammenstehe wie in der Vergangenheit, dann wird es gelingen, auch künftige Herausforderungen zu meistern und das von unseren Vorfahren übernommene Erbe zu pflegen, zu mehren und an die Kindeskinder weiterzugeben.

Im Rahmen der Veranstaltung erhielten Caritasdirektor DDr. Michael Landau und Johann Grath, Caritas Regionalleiter, die „Silberne Ehrennadel" der NÖ Dorf- und Stadterneuerung von Landeshauptmann Pröll überreicht.

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