10.08.2010 | 00:38

Handbuch „Medizinische Qualitätsindikatoren" präsentiert

Sobotka: Weiterer Meilenstein im NÖ Gesundheitssystem

„Dieses Qualitätshandbuch ist ein Meilenstein in der Qualitätsstrategie Niederösterreichs und soll die Leistungen in den Kliniken auf europäischem Niveau vergleichbar machen sowie gesicherte Ergebnisse liefern. Niederösterreich ist mit dieser Art der strukturierten Ergebnisqualitätsmessung Vorreiter in ganz Österreich", betonte heute, Dienstag, 10. August, in St. Pölten Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka bei einer Pressekonferenz, bei der über die Veröffentlichung des Handbuches „Medizinische Qualitätsindikatoren" informiert wurde. Dieses Handbuch schafft die Voraussetzung dafür, dass Niederösterreich sich auf internationaler Ebene künftig mit mehreren Millionen Patientenaufenthalten im Jahr vergleichen kann.

Wie der Landeshauptmann-Stellvertreter ausführte, handelt es sich bei den unterschiedlichen Qualitäten, die hier untersucht und gemessen werden, um Struktur-, Prozess-, Daten- oder auch um Ergebnisqualität. Bei der Strukturqualität geht es um das einzelne Projekt an sich bzw. um die Quantität der Verfügbarkeit, die Prozessqualität beleuchtet den Ablauf von der Ankunft bis zur Entlassung aus dem Spital, die Datenqualität behandelt die Vergleichbarkeit von Daten und die Ergebnisqualität schließlich zeigt Zahlen und Risiken auf, erhöht die Transparenz, liefert Indikatoren für den Finanzbereich und soll helfen, das Unternehmen in die richtige Richtung zu steuern. Gemessen werden etwa die Zahl der Sterbefälle, die Menge der Operationen, die Wahl der Operationstechnik oder auch die Zahl der Wiederaufnahmen, Wiedereingriffe und der Komplikationen. Als primäre Vorteile dieses Systems bzw. Vorgehens nannte Sobotka Effizienz, Zeitersparnis und internationale Vergleichbarkeit. Zum letzten Punkt hielt er fest, dass sich die NÖ Landeskliniken nun dank dieses Systems mit über 240 Akutkliniken in Deutschland und in der Schweiz - jenen Ländern, mit denen Niederösterreich im Rahmen dieses Projekts zusammenarbeitet - messen können; es gehe um eine erste Selbstanalyse der Krankenhaus-MitarbeiterInnen, die Aufzeichnung etwaiger Fehler oder auch um die Ermöglichung von Verbesserungsvorschlägen. „So wird die Behandlungsqualität in den Häusern gestärkt und die ‚exzellente Qualität\' kann auch belegt werden", so Sobotka.

Abschließend meinte Sobotka, dass es durch das neue Handbuch nun auch allen anderen österreichischen Bundesländern möglich sei, die Qualitätsindikatoren zu übernehmen; bislang ist Niederösterreich das einzige Bundesland, das - in Kooperation mit der deutschen „Helios"-Kliniken-Gruppe und dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit - an der Entwicklung solcher Qualitätsindikatoren gearbeitet hat.

Nähere Informationen: NÖ Landeskliniken Holding, Mag. Bernhard Jany, Telefon 02742/313 813-184, e-mail bernhard.jany@holding.lknoe.at bzw. Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

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