20.07.2010 | 09:52

Land NÖ forciert kulturtouristische Attraktivierung der Wachau

LH Pröll: Wachau am Weg zur touristischen Vorbildregion

Als eine der ältesten Kulturlandschaften Österreichs wurde die Wachau im Jahr 2000 als einzige Region an der gesamten Donau zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Ende 2009 wurde der Wachau vom National Geographic Traveler Magazin der Titel „Best Historic Destination in the Word" verliehen. Mit „Wachau 2010 plus" unterstützt das Land Niederösterreich eine langfristig angelegte regionale Tourismusoffensive. Die NÖ Landesregierung hat in ihrer letzten Sitzung auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll dem Arbeitskreis Wachau einen Finanzierungsbeitrag in der Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro für die Jahre 2010 bis 2014 zugesichert.

„Mit all ihren kulturellen Angeboten ist die Wachau eine wichtige Säule des heimischen Tourismus und zugleich ein bedeutender Imageträger für unser Land. Damit sie auch in Zukunft Anziehungspunkt für viele Besucher bleibt, schaffen wir infrastrukturelle und kulturtouristische Rahmenbedingungen, um die Wachau nachhaltig auf ihrem Weg zur touristischen Vorbildregion zu unterstützen", so Landeshauptmann Pröll.

Mit gezielten Maßnahmen sollen u. a. das Zusammenspiel von Kultur und Tourismus verbessert, ein zukunftsträchtiges Verkehrskonzept installiert und eine einheitliche Vermarktung umgesetzt werden. Erste Projekte wurden bereits realisiert. Seit Juni können wanderfreudige Besucher auf dem 180 Kilometer langen Welterbesteig die schönsten Plätze der Wachau erkunden. Ein neues Verkehrskonzept ermöglicht den Verzicht auf das Auto. Alle 13 Wachaugemeinden sowie die beiden Stifte Göttweig und Melk sind öffentlich erreichbar. Ergänzt wird das öffentliche Verkehrsnetz durch das Fahrradentlehnsystem „Leihradl Nextbike" und die Elektromobilitätsinitiative „e-mobil in Niederösterreich". Darüber hinaus sollen Marketinginitiativen wie eine gemeinsame Wachau-Abokarte und ein Ganzjahresspielplan mit Kulturangeboten aus der gesamten Region erscheinen. Durch den Umbau der Schiffsstationen in Krems-Stein und Melk sollen moderne Eingangstore der Wachau ein gebührendes Entree bieten.

„Mit fast 700.000 Nächtigungen und einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro ist der Wachautourismus ein kräftiger Wirtschafts- und Arbeitsmotor. Mit der finanziellen Unterstützung wollen wir gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen substanziellen Beitrag zur kulturtouristischen Attraktivierung des Weltkulturerbes Wachau leisten", so Pröll.

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