01.07.2010 | 00:54

LR Heuras zieht Bilanz anlässlich des morgigen Schulschlusses

„Jedem Kind seine individuelle Chance geben"

Von der Wichtigkeit „das Kind in den Mittelpunkt zu stellen" und „jedem Kind seine individuelle Chance zu geben" sprach Landesrat Mag. Johann Heuras, als er heute, Donnerstag, 1. Juli, in St. Pölten im Rahmen einer Pressekonferenz Bilanz über das abgelaufene Schuljahr zog.

„Unsere Schulen haben im letzten Jahr eine unglaubliche Vielfalt an Projekten abgewickelt, die die Talente und Begabungen der Jugendlichen entsprechend fördern", freute sich der Landesrat. Wichtige Grundlage für eine hohe Zufriedenheit und Lebensqualität bei Schülern sei es, die Jugendlichen über ihre Stärken zu informieren und in die richtige Bildungseinrichtung zu bringen. Mit dem Top Talente-Check unterstütze das Land Niederösterreich durch die Erhebung der Stärken und Fähigkeiten die Jugendlichen bei der Auswahl der richtigen Schule und auch bei der späteren Berufsorientierung, so Heuras.

Aus Anlass des bevorstehenden Schuljahresabschlusses appelliert der Landesrat an alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, eine negative Note im Zeugnis nicht zu dramatisieren und sich über die Sommermonate eine verdiente Auszeit zu nehmen. Enttäuschten Jugendlichen empfiehlt Heuras, auf alle Fälle ein Gespräch mit dem schulpsychologischen Beratungsdienst zu suchen.

Als Beispiele für die positive Entwicklung im niederösterreichischen Bildungswesen hob der Landesrat insbesondere die erfreuliche Bilanz bei den Pflichtschulen hervor, „wo heuer 25 Prozent aller Jugendlichen das Schuljahr mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen haben, das Lehrziel haben 98 Prozent erreicht".  In Bezug auf das NÖ Schulmodell, das sich in 50 Schulen etabliert hat, betonte Heuras die hohe Zufriedenheit bei Schülern, Lehrern und Eltern. „Das Modell, das individuelle Betreuung und Teamteaching anbietet, erfreut sich höchster Beliebtheit", so Heuras. Das Modell werde aktuell evaluiert und mit einigen Abänderungen im kommenden Schuljahr auch in anderen Hauptschulen als Schulversuch angeboten. 

Der Landesrat präzisierte, dass in Niederösterreich mehr als 50 Prozent aller Maturanten eine Hauptschule absolviert haben, was auch die Wichtigkeit der Hauptschule als Bildungsdrehscheibe für den ländlichen Raum unterstreiche: „Die Hauptschule ermöglicht ihren Absolventen nach dem 14. Lebensjahr alle Bildungswege, besonders in die Berufsbildenden Höheren Schulen."

Als wesentliche Punkte sprach der Landesrat noch den Erhalt der Schulstruktur für den ländlichen Raum inklusive der Kleinstschulen, den Ausbau der Schulsozialarbeit, die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 Schüler pro Klasse, das Online-Bildungsportal „Dual Language Education" (DLE), die Lernplattform „Lernen mit System" (LMS) und die neuen Bezirksbildstellen an. Zudem seien in den letzten Monaten vor allem der Bereich der politischen Bildung und die Begabtenförderung intensiviert worden. Im Zuge der Verwaltungsreform gelte es, die Schulautonomie bzw. die Schuldirektoren zu stärken und dabei die Landes- und Bezirksschulräte zu entlasten, so Heuras abschließend.  

Nähere Informationen: Büro LR Heuras, Markus Hammer, Telefon 02742/9005-12324, e-mail markus.hammer@noel.gv.at

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