24.06.2010 | 00:34

LH Pröll zur Kapitalaufstockung der EVN

„Grundlage für wichtige Investitionen in die erneuerbare Energie"

Die EVN wird eine Kapitalaufstockung im Umfang von 200 Millionen Euro durchführen. Diese Kapitalaufstockung soll die Grundlage für massive Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energie sein. Das gaben heute, 24. Juni, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und EVN-Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

Die EVN sei ein entscheidender Leitbetrieb für das Bundesland Niederösterreich, betonte Landeshauptmann Pröll in seiner Stellungnahme: „Von den rund 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten rund 2.200 in Niederösterreich." Die EVN habe bereits in den vergangenen Jahren einen konsequenten Weg im Bereich der erneuerbaren Energie beschritten, verwies der Landeshauptmann etwa auf die Photovoltaikanlage in Zwentendorf, die Fernwärmeleitung Dürnrohr - St. Pölten und die Tatsache, dass die EVN mit rund 50 Biomasseanlagen der größte Biomasseverwerter in Österreich ist.

100 Millionen Euro der Kapitalaufstockung im Gesamtausmaß von 200 Millionen Euro werden durch das Bundesland Niederösterreich finanziert, 100 Millionen Euro sollen über den freien Markt lukriert werden. „Diese Kapitalaufstockung ermöglicht der EVN in den nächsten Jahren, rund 800 Millionen Euro zu investieren", so Pröll. „Dadurch können wir mehr Sicherheit und Unabhängigkeit für die Energieversorgung in Niederösterreich garantieren", betonte der Landeshauptmann. Weiters hätten diese Investitionen auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen, sagte Pröll: „Diese Investitionen ziehen rund 12.000 Arbeitsplätze mit sich."

Es sei Ziel des Bundeslandes, bis zum Jahr 2020 den Anteil der erneuerbaren Energie auf 50 Prozent zu erhöhen, so Pröll weiters. „Die Kapitalaufstockung der EVN ist die Grundlage für wichtige Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energie. Und ich bin überzeugt, dass dieses Geld gut investiert ist, denn es wird sich vielfach verzinsen."

Die Steigerung der Produktion von erneuerbarer Energie sei ein zentraler Schwerpunkt der EVN, betonte Generaldirektor Hofer. Derzeit komme ein Drittel der von der EVN erzeugten Energie, rund 1,5 Terrawattstunden, aus erneuerbarer Energie, dies wolle man bis 2020 verdreifachen, skizzierte Hofer. Die nun bevorstehenden Investitionen sollen in den Ausbau der Windkraft und der Wasserkraft fließen.

Im Bereich der Wasserkraft, wo rund 600 Millionen Euro investiert werden sollen, setze man vor allem auf die Revitalisierung bestehender Kleinwasserkraftwerke sowie auf die Errichtung neuer Kraftwerke „natürlich im Einvernehmen mit Behörden und Umweltschutz", so Hofer, der die Flüsse Ybbs, Erlauf und Kamp als Beispiele nannte. Im Bereich der Windkraftwerke habe man sich vorgenommen, die derzeitige Kapazität mehr als zu verdoppeln, informierte der EVN-Generaldirektor. Die Kapitalerhöhung, die für den Herbst geplant ist und im Sommer vorbereitet wird, erlaube es der EVN, diese Ziele rascher umzusetzen, so Hofer abschließend.

 

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