26.05.2010 | 00:57

Sobotka zur Zukunft der NÖ Gesundheitsversorgung

„Optimale Betreuung unabhängig von Wohnort, Einkommen und Alter"

„Spezialisten aus ganz Niederösterreich haben in den letzten vier Wochen das  niederösterreichische Gesundheitswesen analysiert und mit den Gesundheitssystemen anderer Bundesländer verglichen", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, 26. Mai, bei einer Pressekonferenz in Wien zu einer Studie über die Zukunft der klinischen Gesundheitsversorgung in Niederösterreich.   

„Unseren Landsleuten sind die eigene Gesundheit und die Gesundheitsversorgung ein wichtiges Anliegen", so Sobotka. Die kurative Medizin in den Spitälern und bei den niedergelassenen Ärzten habe zwar nur zu rund 10 Prozent Einfluss auf die Gesundheit der Menschen, benötige aber fast 90 Prozent der für das Gesundheitswesen veranschlagten Budgetmittel. Der große Einfluss der Eigenverantwortung lasse sich auch daran erkennen, dass der Gesamtgesundheitszustand eines Menschen zu 40 Prozent vom eigenen Lebensstil, zu 30 Prozent von der genetischen Anlage und zu 20 Prozent von den sozioökonomischen Bedingungen abhänge. Als wichtigen Schwerpunkt für die Zukunft hob der Landeshauptmann-Stellvertreter insbesondere eine nachhaltige Gesundheitsvorsorge hervor, um das gestiegene Lebensalter der Gesundheitserwartung anzupassen.

„Ziel des Landes Niederösterreich ist es, die Gesundheitsversorgung unabhängig von Wohnort, Alter und Einkommen allen Landesleuten anzubieten", führte Sobotka weiter aus. Dies müsse sowohl in den Ballungsräumen im südlichen Wiener Umland mit nahe liegenden Spitälern als auch im ländlichen Raum mit längeren Anfahrtswegen möglich sein. „Daher stehen im ganzen Land auch in Zukunft insgesamt 22 Spitäler 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für die Bevölkerung bereit, was auch dem entsprechenden gesetzlichen Rahmen auf Bundesebene entspricht", so Sobotka. Die medizinische Grundversorgung müsse laut gesetzlichen Vorgaben für jeden Bürger innerhalb von 30 Minuten erreichbar sein.

In Bezug auf eine optimale Betreuung der Patienten durch die international übliche Spitzenmedizin betonte Sobotka: „In den niederösterreichischen Schwerpunktkrankenhäusern wird das Angebot der Grundversorgung durch weitere fachärztliche Leistungen ergänzt und erweitert." Diese abgestuften medizinischen Angebote in den Spitälern werden auch von der Bevölkerung geschätzt, wie die jährliche Patientenbefragung in den Landeskliniken dokumentiere. Rund 92,5 Prozent der Befragten seien mit der ärztlichen Betreuung sehr zufrieden. „Bei jährlich rund 3,2 Millionen medizinischen Behandlungen werden rund 500 Beschwerden gemeldet und nur in 100 Fällen Entschädigungszahlungen geleistet", sagte Sobotka.

Der in der Öffentlichkeit regelmäßig auftauchende Vorhalt, es gäbe zu viele Spitalsbetten, treffe laut Sobotka für Niederösterreich nicht zu. Mit der Zahl ihrer Spitalsbetten liege die NÖ Landesklinikenholding mit 5,1 Betten pro 1.000 Einwohner klar unter dem Bundesdurchschnitt. Auch bei der Budgetentwicklung werden im Jahr 2010 die Aufwendungen für die Spitäler gegenüber dem Vorjahr nur um 0,88 Prozent steigen.  

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at.

 

 

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