26.03.2010 | 10:00

LH Pröll eröffnete Ausstellungen in Maria Gugging

„Aushängeschild des niederösterreichischen Kulturlebens"

„Das Art Brut Center genießt mittlerweile weltweites Ansehen. Wer hier einmal offenen Herzens hereingegangen ist, kann die Offenheit gegenüber den Gugginger Künstlern nie mehr verlieren", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern, Donnerstag, 25. März, in Maria Gugging und erinnerte an die Gründung des Art Brut Centers/Museum Gugging im Jahr 2006, um die Gugginger Künstler in ihrer Gesamtheit als „Aushängeschild des niederösterreichischen Kulturlebens" zu erhalten. Anlass war die Eröffnung der beiden Ausstellungen „aloïse.! corbaz" und „hauser\'s frauen".

„Innerhalb der gesamten kulturellen Spannbreite legt Niederösterreich größten Wert auf moderne Kunst. Mit ihren Anstößen zu kritischer Auseinandersetzung ist sie von unschätzbarem Wert. Weil gerade große Künstler zu ihren Lebzeiten oft verkannt werden, gebietet es der Respekt, sie bereits zeitlebens zu würdigen, nicht zuletzt als Motivation für eine lebendige künstlerische Szene in Niederösterreich", so Pröll.

Die Schweizerin Aloïse Corbaz (1886 bis 1964), deren Kunstwerke ausschließlich während ihres über 40-jährigen, durch übersteigertes Liebesbedürfnis hervorgerufenen Psychiatrieaufenthaltes entstanden, ist die bekannteste weibliche Künstlerin der Art Brut. Glanzstück der Ausstellung ist das zwölf Meter lange Rollbild „Rouleau de la nativité (Rollbild der Geburt Christi)".

Der 1994 im Alter von 68 Jahren verstorbene Johann Hauser, der den Großteil seines Lebens in Maria Gugging verbrachte und sich ausschließlich mit Frauenbildnissen beschäftigte, zählt zu den führenden männlichen Vertretern der Art Brut. Für die Ausstellung kehrte auch sein Hauptwerk aus dem Jahr 1986, „Drei Frauen", nach Gugging zurück. Die Werke beider Ausstellungen kommen aus dem Kunstmuseum Solothurn sowie aus mehreren Privatsammlungen in der Schweiz und Österreich, darunter die Diamond Collection.

Gemeinsam mit diesen temporären Ausstellungen ist auch die ständige Präsentation „gugging classics 3" zu sehen. Diese dritte Neuhängung geht u. a. zu den Ursprüngen in den 1960er-Jahren zurück und präsentiert erste Testzeichnungen, die Leo Navratil anfertigen ließ, sowie eine 1994 für den Steirischen Herbst entstandene Installation.

Ausstellungsdauer: bis 26. September; Öffnungszeiten (Museum und Galerie): Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr bzw. im Sommer bis 18 Uhr. Nähere Informationen beim Museum Gugging unter 02243/870 87, e-mail museum@gugging.org und http://www.gugging.at/.

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