23.03.2010 | 13:21

LH Pröll: 9 Millionen Euro für Ausbau des Museumsdorfs Niedersulz

Größte Investition im Bereich der Volkskultur

Das Museumsdorf Niedersulz wird zu einem „Volkskulturzentrum im Weinviertel" ausgebaut. Das Land Niederösterreich wird dafür rund neun Millionen Euro bereitstellen. Das gab Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Dienstag, 23. März, im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus bekannt. Es handelt sich dabei um die größte Investition im Bereich der Volkskultur.

Das Museumsdorf Niedersulz gibt einen beispielhaften und authentischen Einblick in die dörfliche Kultur und in die Ausgewogenheit von Mensch, Natur und Kultur, betonte der Landeshauptmann. Auf 22 Hektar Fläche sind im größten Freilichtmuseum Niederösterreichs rund 80 Gebäude zu besichtigen. Nun soll der Neubau eines Empfangsbereiches und von Werkstätten, die Renovierung von bestehenden Gebäuden, die Gestaltung der Gärten und der Ausbau von Infrastruktur wie Strom, Wasser und Verkehrsanschließung erfolgen, informierte Pröll: „Wir werden noch heuer mit den Arbeiten beginnen und die Erweiterung im Jahr 2012 abschließen. Mit dem Ausbau wollen wir die Zahl der Besucher von 40.000 pro Jahr auf rund 80.000 pro Jahr erhöhen."

Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges habe das Weinviertel eine neue Entwicklungsdimension erreicht und die dadurch entstehenden Chancen, vor allem für den Tourismus, genutzt, meinte der Landeshauptmann. Das Land Niederösterreich habe dafür sehr viel investiert, verwies er etwa auf die Therme Laa, die Amethystwelt Maissau, Schloss Hof oder die Fossilienwelt Weinviertel. Pröll: „Die Landesausstellung 2013 im Weinviertel wird für wesentliche zusätzliche Impulse sorgen." Weiters betonte der Landeshauptmann die „zunehmende Standortqualität" des Weinviertels, etwa durch die überregionalen Verkehrsverbindungen Nordautobahn und S 1, die die Erreichbarkeit von touristischen Anziehungspunkten wesentlich verbesserten.

Architekt DI Franz Arzberger erläuterte in der Folge die baulichen Details des Projektes, bei dessen Ausführung vorwiegend alte Baumaterialien zur Verwendung kommen. „Für die Wärmedämmung wird zum Beispiel Stroh verwendet", so Arzberger.

Dr. Edgar Niemeczek von der Volkskultur Niederösterreich sagte, mit dem Ausbau des Museumsdorfs Niedersulz entstehe „ein Zentrum der Volkskultur für das ganze Land". Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Museumsdorfes sei „das Gefühl der Entschleunigung, das sich beim Besucher einstellt, wenn er das Museumsdorf betritt". Durch den Ausbau habe Niedersulz die Chance, zu einem „Leitbetrieb für die gesamte Museumslandschaft" zu werden, so Niemeczek.

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