18.03.2010 | 00:58

Stopptafeln an längst aufgelassenen Bahnstrecken werden entfernt

LH Pröll: „Wunsch der Bevölkerung und Sicherheitsmaßnahme"

Abbremsen, Stehen bleiben, wieder anfahren: eine Vielzahl an Stopptafeln an längst aufgelassenen Bahnstrecken zwingt Autofahrer in vielen Regionen zu diesem Vorgang. Durch die Neuordnung des Nahverkehrs in Niederösterreich und die Übernahme von Nebenbahnen durch das Land sei es nun möglich, hier tätig zu werden, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am heutigen Donnerstagvormittag im Zuge eines Pressegespräches. Nach der Übernahme wolle man die betroffenen Strecken „in enger Koordination mit den Gemeinden und der jeweiligen Region" neu gestalten, so Pröll. Ein erster Schritt sei nun das Entfernen von Stopptafeln an längst aufgelassenen Bahnstrecken, informierte heute der Landeshauptmann.

368 Kreuzungen seien davon betroffen, so Pröll. An 232 davon sei die Entfernung bereits fix, und zwar an den Strecken Gstadt - Ybbsitz, Lunz am See - Waidhofen an der Ybbs, Freiland - Türnitz, Bruck an der Leitha - Petronell-Carnuntum sowie Göpfritz - Raabs. An 136 Kreuzungen werde zwar ein Verfahren eingeleitet, jedoch wird hier noch eine eventuelle Nachnutzung diskutiert. Dies betrifft die Strecken Siebenbrunn-Leopoldsdorf - Engelhartstetten, Breitstetten - Orth an der Donau sowie Zellerndorf - Sigmundsherberg.

Mit der Entfernung dieser Stopptafeln, mit der man „sofort" beginnen werde, komme man einem vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung und den Gemeinden nach, betonte der Landeshauptmann. Weiters sei diese eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme, denn jede Stopptafel entlang einer aufgelassenen Strecke verleite zum Überfahren, und dadurch würden wiederum Stopptafeln an intakten Strecken ihre Wirkung verlieren.

„Diese Initiative ist damit auch Teil jener Sicherheitsmaßnahmen, die wir bisher an Eisenbahnkreuzungen gesetzt haben", erinnerte Pröll an das Sicherheitsprogramm zur Entschärfung von 17 gefährlichen Eisenbahnkreuzungen, den so genannten „Hot-Spots". Von diesen 17 Kreuzungen seien bereits 15 Anlagen fertig gestellt worden, eine Anlage befinde sich in Bau (in Scharndorf), bei der geplanten Schrankenanlage in Traiskirchen fehle noch die Finanzierungszusage der Stadt. Bestens bewährt hätten sich auch die zusätzlichen Bodenmarkierungen, die für noch mehr Sicherheit sorgten, so Pröll. Das Ergebnis der bisherigen Sicherheitsmaßnahmen: 37 Prozent weniger Unfälle, 20 Prozent weniger Verletzte und 40 Prozent weniger Tote an Eisenbahnkreuzungen.

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