17.03.2010 | 11:23

Interdisziplinäre Aufnahme, Entlassungsmanagement und Altersdiabetikerprogramm

Sobotka: Reformpoolprojekte zur bestmöglichen Patientenversorgung

„Die NÖ Gesundheitsversorgung hat sich das Ziel gesetzt, überall in Niederösterreich die bestmögliche Behandlung für Patienten zu bieten", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, 17. März, in St. Pölten bei der Präsentation von Reformpoolprojekten. Dieser von der Gesundheitsplattform verwaltete sowie von den Ländern und Kassen finanzierte Reformpool für neue Projekte und Behandlungsfelder basiert auf einer 15a-Vereinbarung mit dem Bund.

„Ziel dieser Initiative ist es, die Qualität der medizinischen und pflegerischen Behandlung zu verbessern und dort anzubieten, wo sie für den Patienten am besten und sinnvollsten bzw. wirtschaftlich und organisatorisch am effizientesten ist", so Sobotka.

Als Beispiele dieser Reformpoolprojekte hob der Landeshauptmann-Stellvertreter insbesondere die interdisziplinäre Aufnahmestation und das Entlassungsmanagement hervor: Das Pilotprojekt der interdisziplinären Aufnahmestation in Horn habe zum einen dazu geführt, dass die Patienten schneller in den niedergelassenen Bereich zurückverwiesen werden können (25 Prozent mussten erst gar nicht in das Krankenhaus aufgenommen werden), und zum anderen durch verbesserte Diagnose und eine eigene Laborstraße dazu beigetragen, dass die Abklärung für die richtige Station innerhalb von 24 Stunden erfolgen könne. Auf Grund der Erfolge des Pilotprojekts werde dieses Modell jetzt auf ganz Niederösterreich ausgedehnt, als nächstes erfolgen Eröffnungen interdisziplinärer Aufnahmestationen in Krems und in Tulln, so Sobotka.

Das Entlassungsmanagement für Patienten mit komplexer Gesundheits- und Sozialstruktur wurde in Gmünd erprobt. Dabei geht es darum, über einen „trockenen" Arztbrief hinaus alle relevanten Daten an den Hausarzt u. a. weiterzuleiten und sich um den Patienten zu kümmern, dass etwa rechtzeitig ein Rollstuhl bereitsteht etc. Als nächstes mit einem derartigen Entlassungsmanagement ausgestattet werden die Krankenhäuser in Mistelbach, Amstetten, Lilienfeld, Neunkirchen, St. Pölten und Wiener Neustadt.

In Bezug auf das Altersdiabetikerprogramm betonte Sobotka die Wichtigkeit der Finanzierung und Organisation derartiger Projekte aus einer Hand: Die Ärztekammer habe dieses Programm, das dazu beigetragen habe, die Häufigkeit des „diabetischen Fußes" um ein Drittel zu reduzieren, dass die Krankenhausaufenthalte zurückgehen und die Patientenzufriedenheit steigen zu lassen sowie die Langzeitzuckerwerte deutlich zu verbessern, im Herbst auslaufen lassen, obwohl die niedergelassenen Ärzte eine Fortführung dieser mit regelmäßiger, engmaschiger Kontrolle und Schulung verbundenen Maßnahme begrüßen würden. Von Altersdiabetes betroffen sind in Niederösterreich rund 100.000 Menschen.

Nähere Informationen beim Büro LR Sobotka unter 02742/9005-12221, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail Eberhard.Blumenthal@noel.gv.at.

 

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