19.02.2010 | 11:05

Umfahrung von Laa an der Thaya für Verkehr freigegeben

LH Pröll: Erhöhung von Standortqualität, Sicherheit und Lebensqualität

Von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll wurde heute, 19. Februar, die in einer Bauzeit von rund 12 Monaten neu errichtete Umfahrung von Laa an der Thaya für den Verkehr freigegeben.

„Mit der Eröffnung dieser Umfahrung beginnt für diese Stadt, die in einer bewegten Zeit in einer bewegten Region liegt, eine neue Zeitrechnung. So ist der heutige Tag der Beweis, dass aus einer Geschichte der Entbehrungen eine Erfolgsgeschichte werden kann. Dieser Erfolg hat sich aber nicht automatisch eingestellt, sondern ist von Mut und Zuversicht getragen und in erster Linie das Verdienst der hier lebenden Menschen", betonte der Landeshauptmann. Die mit dieser Umfahrung in Zusammenhang stehenden Ziele seien eine Erhöhung der Lebensqualität, der Sicherheit sowie der Standortqualität; die Umfahrung werde daher die dynamische, wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung der Stadt Laa, wo in den vergangenen Jahren über 600 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, unterstützen. Abschließend ging der Landeshauptmann auf etwaige zukünftige Projekte ein, deren Umsetzung in Laa angestrebt wird. Zur Südspange meinte Pröll, dass diese die Komplettierung der Gesamtverkehrskonzeption darstelle, dass aber auch hier „Schritt für Schritt und mit Vernunft" vorgegangen werde. Zum Thema Landesausstellung 2013 hielt der Landeshauptmann fest, dass noch konstruktive Gespräche zu führen seien und eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei.

Die zweispurige Umfahrungsstraße erstreckt sich über eine Länge von rund fünf Kilometern und weist eine Fahrbahnbreite von acht Metern auf. Im Zuge der Umfahrung wurden drei Brückenobjekte, vier Kreisverkehre und auf rund 1,2 Kilometern Lärmschutzmaßnahmen errichtet. Mit der Verkehrsfreigabe der neuen Umfahrung tritt ab sofort auch ein Lkw-Durchfahrverbot für das Ortsgebiet von Laa an der Thaya in Kraft. Die neue Umfahrungsstraße trägt die Bezeichnung B 46, die bisherige B 46, die durch das Ortszentrum verlief, ist nunmehr eine Gemeindestraße. Die Gesamtbaukosten für dieses Projekt beliefen sich auf rund 13 Millionen Euro.

Vom Bundesdenkmalamt wurden vor Baubeginn archäologische Untersuchungen durchgeführt, dabei konnte eine frühbronzezeitliche Siedlung mit Holzbauten und Speichergruben freigelegt werden. Innerhalb der Siedlungsfläche fand man acht Gräber, von denen in vier reiche Schmuck- und Gefäßbeigaben gefunden wurden. Direkt am Rand der Trasse konnte überdies ein vier mal vier Meter messender neuzeitlicher Ziegelbrennofen entdeckt werden.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Allgemeiner Straßendienst, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-60141.

 

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