29.01.2010 | 00:59

A 5-Nordautobahn von Eibesbrunn bis Schrick und S 1 West eröffnet

LH Pröll: „Historischer Tag für Region und für das Land NÖ"

1.500 Mitarbeiter, 1,5 Millionen Kubikmeter Beton, 390.000 Tonnen Asphalt und 10,3 Millionen Kubikmeter an Erdbewegungen - das sind einige Eckdaten der „größten Baustelle Mitteleuropas", die nach ihrer Fertigstellung am heutigen Freitagvormittag offiziell eröffnet wurde. Nach 37 Monaten Bauzeit kam es heute abschließend zur feierlichen Eröffnung der S 1 West sowie der A 5-Nordautobahn von Eibesbrunn bis Schrick. Die Freigabe für den Verkehr ist für kommenden Sonntag, 31. Jänner, ab 10 Uhr angesetzt.

Bereits im Oktober 2009 konnten die S 1 Ost und S 2 für den Verkehr freigegeben werden. Mit dem heutigen Tag ist nun das gesamte „Projekt Ypsilon - PPP Ostregion" fertiggestellt: die S 1 Ost, S 1 West, S 2 und die A 5 von Eibesbrunn bis Schrick. Die Baukosten belaufen sich auf rund 800 Millionen Euro.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sprach anlässlich der heutigen Eröffnung von einem „historischen Tag für die Region Weinviertel und das gesamte Land Niederösterreich". Mit dem Fall des Eisernen Vorhanges vor 20 Jahren sei eine vollkommen neue Perspektive für die Region entstanden, rief der Landeshauptmann in Erinnerung. Mit der heutigen Eröffnung würden Standortqualität und wirtschaftliche Dynamik in der Region eine weitere „unglaubliche Chance" erhalten, so Pröll. Eine große Entlastung, mehr Verkehrssicherheit und eine massive Steigerung der Lebensqualität bedeute dieses Projekt vor allem für die Bevölkerung in der Region, für die nun „eine neue Zeitrechnung" beginne. Der heutige Tag sei aber „noch nicht der Endpunkt", hob der Landeshauptmann hervor: „Bis spätestens 2014" solle die Nordautobahn bis zur tschechischen Grenze ausgebaut sein, so Pröll.

„Unser Ziel ist es, bis 2014 eine leistungsfähige Verbindung bis zur Grenze zu haben", sagte auch DI Alois Schedl, Vorstand der Asfinag, der ebenso wie Asfinag-Vorstand Dr. Klaus Schierhackl von der Moderatorin des Festaktes, Mag. Karin Keglevich, interviewt wurde. Stellungnahmen zum gelungenen Abschluss des Projektes gab es auch von DI Wilfried Rammler, Geschäftsführer der Hochtief PPP Solutions GmbH, Dietmar Aluta-Oltyan, Aufsichtsratspräsident der Alpine Bau, Rik Joosten (Geschäftsführer Egis Projects), Dr. Sebastian von Wahl (Geschäftsführer Bonaventura Straßenerrichtungs-GmbH), Mag. Walter Pühringer (Geschäftsführer Bonaventura Straßenerhaltungs-GmbH) sowie DI Arno Piko (Geschäftsführer der ARGE PPP Ostregion). Dem Festakt wohnte auch der Botschafter der tschechischen Republik, Jan Kukal, bei.

„PPP" (Public Private Partnership) steht für eine öffentlich-private Partnerschaft: Die Asfinag vergab eine Konzession an den privaten Betreiber Bonaventura, der die Autobahn geplant, finanziert, errichtet hat und in weiterer Folge auch betreibt. Die Konzessionsstrecke „Ypsilon" wird vom Konzessionsnehmer bis 2039 betrieben, danach geht sie in das Eigentum der Asfinag über.

Das „Ypsilon-Projekt" als größte Baustelle Mitteleuropas ist das erste PPP-Projekt im Rahmen eines hochrangigen Verkehrswegenetzes. Im Zuge des Baus der 51 Kilometer langen Strecke wurden unter anderem vier Tunnel, 14 Anschlussstellen, 76 Brücken, 18 Unterführungen und 81 Kilometer an Lärmschutzwänden errichtet.

 

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