27.01.2010 | 00:01

Bilanz und Ausblick anlässlich des nahenden Semesterendes

Heuras: NÖ Schulmodell erfreut sich höchster Beliebtheit

Angesichts des nahenden Endes des Wintersemesters 2009/2010 informierte Landesrat Mag. Johann Heuras heute, 27. Jänner, in St. Pölten über aktuelle Entwicklungen im heimischen Bildungssystem und ging auch auf künftig zu setzende Schwerpunkte ein.

Im Rückblick über die jüngsten Entwicklungen im Schulbereich betonte Heuras, dass sich das NÖ Schulmodell in fast 50 Schulen bzw. 115 Klassen etabliert habe und die Reaktionen „sehr zufriedenstellend" seien. „Das Modell, das individuelle Förderung und verstärktes Team-Teaching bringt, erfreut sich höchster Beliebtheit", so Heuras. Das Modell werde noch dieses Schuljahr einer Evaluierung unterzogen, damit alle Hauptschulen im Land dieselbe Qualität erhalten. Weiters hielt der Landesrat rückblickend fest, dass inzwischen in 82 niederösterreichischen Hauptschulen Englisch als Arbeitssprache fungiere und viele Schulen die Unterrichtseinheiten von 50 auf 45 Minuten gesenkt hätten. „Damit werden freie Stundenkontingente erwirtschaftet, die den SchülerInnen bedarfsorientiert angeboten werden", erklärte Heuras. Ebenso positiv erwähnte der Landesrat die elektronische Plattform „Dual Language Education" (DLE), über die die englische Sprache in zahlreichen Gegenständen eingebaut werde.

Im Hinblick auf künftige Entwicklungen merkte Heuras an, dass ein Paradigmenwechsel vorzunehmen sei: „Anstatt der Schwächen sollen die Stärken der SchülerInnen gesucht und forciert werden. Das bringt Motivation, eine Stärkung des Selbstwertgefühls und mehr Freude an der Schule." Dementsprechend gelte es auch, die Schulautonomie zu stärken und weniger auf Pflicht, sondern vermehrt auf Wahlmöglichkeiten zu setzen. Überdies werde eine Förderung des Bereichs Naturwissenschaften angestrebt. Zum Ausdruck komme dies erstens mittels eines „Karteikoffers", der in den kommenden Tagen und Wochen an Volksschulen verteilt werde und die dortigen SchülerInnen auf Naturwissenschaften neugierig machen solle. Zweitens habe man zu diesem Zweck den „Physikkoffer" entwickelt, der den HauptschülerInnen die „scheinbar komplexen physikalischen Zusammenhänge der alltäglichen Dinge des Lebens" nahe bringt.

Zu guter Letzt ging Heuras auf die Themen Schulschikurs, Nachmittagsbetreuung und Verwaltungsreform im Bildungsbereich ein. Zum Thema Schikurs meinte er, dass man in Niederösterreich keine Probleme habe, für die Durchführung genügend Kinder zusammen zu bekommen. Allerdings forderte er den Bund bzw. Gesetzgeber auf, die 70 Prozent-Hürde im Gesetz zu streichen; auch hier sei an die Schulautonomie zu appellieren. Punkto Nachmittagsbetreuung hielt Heuras fest, dass sich Niederösterreich dazu bekenne, selbige jenen anzubieten, die ihrer bedürften. „70 Prozent wollen Freiwilligkeit statt Verpflichtung." Hinsichtlich der Verwaltungsreform im Bildungsbereich meinte der Landesrat schließlich, dass es um Klarheit und Transparenz sowie um Entflechtung von Strukturen gehe und „die Bildungsregionen zu echten Bildungsdrehscheiben" gemacht werden müssten.

Nähere Informationen: Büro LR Heuras, Markus Hammer, Telefon 02742/9005-12324, e-mail markus.hammer@noel.gv.at.

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