26.01.2010 | 00:08

Neues Gesundheitsportal bringt mehr Information und Qualität

Bachinger: Medizinischer Telefondienst soll folgen

Fast die Hälfte der User in Österreich sucht im Internet Antworten auf medizinische Fragen, zeigt eine Erhebung der Statistik Austria. Gleichzeitig schätzen die meisten Nutzer diese Angebote als nicht besonders seriös ein. Darauf reagiert nun ein neues Gesundheitsportal auf http://www.gesundheit.gv.at/, das von Sozialversicherung, Patientenanwaltschaften, Selbsthilfegruppen, den Ärzte-, Apotheker- und Zahnärztekammern sowie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit gestaltet wurde.

Niederösterreichs Patientenanwalt Gerald Bachinger unterstützt das von der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich initiierte Projekt: „Nun muss der nächste Schritt in Richtung Information und Beratung mündiger Patienten folgen", meint Bachinger und verweist auf einen Vorschlag der Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich http://www.wirmachengesundheit.at/, die sich für die Einrichtung eines medizinischen Telefondienstes einsetzt. „Ein solches ‚Medizinisches Call Center\' ist eine optimale Ergänzung für Patienten, die nach einer Recherche im Internet noch persönliche, auf sie zugeschnittene Informationen benötigen, und eine wichtige Anlaufstelle für all jene, die ohne Internet rasch Rat bei einer fachlich geschulten Person einholen wollen", so Bachinger.  

Dass medizinische Telefondienste gut funktionieren, zeigen internationale Beispiele: Rund 30 Prozent der Schweizer haben über ihre Krankenversicherung bereits Zugang zu einem solchen Service, ab heuer soll es allen Versicherten zur Verfügung stehen. In Deutschland bieten einige Krankenkassen Medizin-Hotlines an, und auch das britische Gesundheitswesen (National Health Service) betreibt ein gut angenommenes Telefonservice.

Rund ein Drittel dieser Anrufer wird zum passenden Facharzt oder in die passende Klinik weitergeleitet. Ein weiteres Drittel holt nach einem Arztbesuch über die Hotline eine zweite Meinung ein, und ein Drittel informiert sich, ob ein medizinisches Problem selbst gelöst werden kann oder doch besser von einem Arzt behandelt werden soll. „Die Vorteile liegen auf der Hand: Doppeluntersuchungen, unnötige bzw. lange Anfahrtswege und Wartezeiten fallen weg, Menschen in schlecht versorgten Gebieten und ältere Patienten werden besser und rund um die Uhr erreicht, gleichzeitig sinken die Behandlungskosten", meint Bachinger.

Sicherheit und Qualität stehen bei einem medizinischen Telefondienst im Vordergrund: Auskünfte erteilen speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte, für Rückfragen steht immer ein Oberarzt zur Verfügung. Während des Gesprächs können die Mitarbeiter außerdem auf eine umfangreiche Informations-Datenbank zugreifen.

Nähere Informationen: Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, Telefon 02742/9005-15575, e-mail post.ppa@noel.gv.at, http://www.patientenanwalt.com/, http://www.wirmachengesundheit.at/.

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